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Platform Group: Expansion trifft Tiefpunkt

Trotz Genehmigung der AEP-Übernahme und starkem operativem Wachstum fällt die Aktie der Platform Group auf ein neues Jahresminimum. Investoren bewerten die zunehmende Diversifizierung kritisch.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Bundeskartellamt gibt Übernahme von AEP frei
  • EBITDA 2025 steigt um über 65 Prozent
  • Aktienkurs erreicht neues 52-Wochen-Tief
  • Vollständiger Jahresabschluss folgt im April

Grünes Licht für den Einstieg in den Pharmamarkt: Das Bundeskartellamt hat die Übernahme des Großhändlers AEP GmbH durch The Platform Group offiziell genehmigt. Trotz dieses strategischen Meilensteins und starker Wachstumszahlen für das abgelaufene Jahr markiert die Aktie heute ein neues Tief.

Grünes Licht für Alzenau

Die Freigabe vom 31. März war die letzte wesentliche vertragliche Hürde für den Erwerb des Pharmagroßhändlers. Das Management plant, die Transaktion bis Ende Mai 2026 vollständig abzuschließen. Die Finanzierung der Akquisition steht bereits weitgehend; sie setzt auf einen Mix aus Eigen- und Fremdkapital mit Laufzeiten von bis zu fünf Jahren.

Neben dem neuen Standbein im Pharma-Sektor baut die Gruppe auch das Segment „Optics & Hearing“ weiter aus. Zuletzt wurde die Starnberger Blickpunkt GmbH übernommen, um das Filialnetz im margenstarken Premium-Sektor zu verdichten. In diesem Bereich strebt das Unternehmen EBITDA-Margen zwischen 20 und 25 Prozent an.

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Rekordzahlen prallen an Anlegern ab

Operativ scheint die Strategie aufzugehen. Für das Geschäftsjahr 2025 meldete die Gruppe ein bereinigtes EBITDA von 55 Millionen Euro – ein Plus von über 65 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Auch der Bruttowarenumsatz kletterte kräftig auf 1,3 Milliarden Euro. Jedoch geriet die Aktie am Mittwoch deutlich unter Druck und verlor rund 8 Prozent an Wert.

Mit einem aktuellen Kurs von 2,76 Euro markiert das Papier ein neues 52-Wochen-Tief. Der Abstand zum Jahreshoch von 5,50 Euro hat sich damit auf fast 50 Prozent ausgeweitet. Trotz der fundamentalen Wachstumsbelege scheint die zunehmende Komplexität des Portfolios, das mittlerweile 27 Branchen umfasst, die Investoren derzeit eher zu verunsichern.

Ausblick auf den Geschäftsbericht

Am 22. April folgt die Veröffentlichung des vollständigen Jahresabschlusses. Anleger werden diesen Termin nutzen, um die Profitabilität der jüngsten Zukäufe und die Kapitalintensität der neuen Geschäftsbereiche kritisch zu hinterfragen. Erst die detaillierten Zahlen werden Aufschluss darüber geben, ob die Diversifizierung die Ertragskraft der Gruppe nachhaltig stärkt.

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Diskussion zu The Platform Group

Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

Die Ergebnisse sprechen für sich: Leser meines Börsendienstes erzielten über zwei Jahrzehnte einen durchschnittlichen Depotzuwachs von +576%. Meine rechtzeitigen Warnungen vor dem Crash 2008 halfen vielen Anlegern, Verluste zu minimieren.

Heute teile ich meine Expertise durch den Newsletter "Chartanalyse-Trends", den Börsendienst "Momentum Trader", Vorträge auf Messen wie der Invest Stuttgart sowie YouTube-Videos. Mein "Timing is Money"-Ansatz identifiziert optimale Ein- und Ausstiegszeitpunkte für Aktien, Gold, Kryptowährungen und weitere Anlageklassen.