Planethic bittet seine Anleihegläubiger um einen tiefgreifenden Verzicht, um die Expansion in den US-Markt zu finanzieren. Während das Management auf künftige Millionen-Umsätze in Chicago setzt, reagiert der Kapitalmarkt skeptisch auf die Pläne zur Zinsstundung. Das Papier verliert heute 10,78 Prozent und notiert bei 3,56 Euro.
Hintergrund der Entwicklung ist die Einladung an die Inhaber der 10-Millionen-Euro-Anleihe zu einer Abstimmung im April. Planethic schlägt vor, die Zinszahlungen für die Jahre 2025 und 2026 bis zur Endfälligkeit zu stunden. Zudem soll eine für das Jahr 2026 geplante Teilrückzahlung auf 2027 verschoben werden. Das Unternehmen benötigt diese Liquidität, um die Transformation zur technologiegetriebenen Food-Tech-Holding abzuschließen.
Fokus auf den US-Markt
Die freiwerdenden Mittel sollen primär in die Tochtergesellschaft Mililk fließen. Für deren pflanzliche Milchalternativen liegen bereits verbindliche Abnahmeverträge mit einem US-Partner vor. Diese sehen eine garantierte Mindestabnahme von insgesamt 60 Millionen Litern über einen Zeitraum von 24 Monaten vor.
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Reicht diese Auftragslage aus, um die Gläubiger zum Zinsverzicht zu bewegen? Die Skalierung der operativen Erträge hängt massiv am Erfolg des Standorts Chicago. Die Inbetriebnahme der dortigen Produktionsstätte mit einer Kapazität von 100 Millionen Litern pro Jahr ist für den Sommer 2026 geplant. Die Finanzierung dieses Standorts wurde bereits durch ein SAFE-Agreement mit einem nordamerikanischen FoodTech-Investor abgesichert.
Die Eckpunkte der Abstimmung
Die Umsetzung dieser Pläne ist an formale Bedingungen geknüpft, die für das Unternehmen eine hohe Hürde darstellen:
- Abstimmungszeitraum: 20. bis 22. April 2026
- Erforderliche Mehrheit: 75 Prozent der abgegebenen Stimmen
- Betroffene Anleihe: 10 Millionen Euro (7,5 % Zinsen, Laufzeit bis 2030)
Anleger zeigen sich angesichts der drohenden Zahlungsverschiebungen verunsichert. Seit Jahresbeginn summiert sich das Minus der Aktie bereits auf über 46 Prozent. Ob das Management ab dem Jahr 2027 wie geplant wieder einen ausreichenden Cashflow generiert, hängt nun primär vom Votum der Gläubiger im kommenden Monat ab. Nur bei einer Zustimmung wird das Kapital für den geplanten Produktionsstart in den USA im Sommer 2026 frei.
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