Die Aktie des chinesischen E-Commerce-Riesen Pinduoduo startete heute mit leichten Verlusten in den Handel. Der Grund: Neue regulatorische Hürden in der Asien-Pazifik-Region kommen auf das Unternehmen zu. In Taiwan bestätigte Finanzministerin Chuang Tsui-yun, dass die Plattform im Gebiet nicht registriert ist und kündigte eine Überprüfung der Aufsichtsmechanismen an.
Gesetzgeber fordert gleiche Wettbewerbsbedingungen
Während der Anhörung im taiwanesischen Parlament, dem Legislativ-Yuan, stand die fehlende lokale Registrierung mehrerer chinesischer Plattformen im Fokus. Wettbewerber wie Shopee und Coupang haben die notwendigen Genehmigungen bereits erhalten. Finanzministerin Chuang hob hervor, dass Pinduoduo diesen Schritt noch nicht vollzogen hat.
Abgeordneter Wu Ping-jui kritisierte die Situation scharf und sprach von einer „Vogel-Strauß-Mentalität“. Sein Argument: Nicht registrierte Plattformen umgehen lokale Compliance-Kosten und schaffen so unfairen Wettbewerb für einheimische Händler. Das Ministerium für digitale Angelegenheiten kündigte daraufhin an, die Aufsichtsprotokolle zu verschärfen.
Ein zentraler Punkt der regulatorischen Überprüfung ist die aktuelle Steuerbefreiung für Niedrigwertsendungen aus dem Ausland. Derzeit sind Lieferungen im Wert von bis zu 2.000 Taiwan-Dollar (etwa 63 US-Dollar) bis zu sechsmal pro Halbjahr zollfrei. Das Finanzministerium deutete an, diese Ausnahmen zu überdenken, um sich internationalen Trends anzupassen – und verwies dabei auf jüngste Maßnahmen der USA gegen Niedrigwertsendungen aus China.
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Institutionelle Investoren setzen trotzdem auf das Unternehmen
Parallel zu diesen regulatorischen Entwicklungen zeigten heute veröffentlichte 13F-Einreichungen signifikante institutionelle Aktivität. Die Gunderson Capital Management erhöhte ihre Position im dritten Quartal um bemerkenswerte 1.298,1 %. Dies signalisiert eine Divergenz zwischen institutioneller Nachfrage und wachsendem Regulierungsdruck in regionalen Märkten.
Die Vorgänge in Taiwan spiegeln einen breiteren internationalen Trend wider. Pinduoduos grenzüberschreitende Operationen, die maßgeblich von seinem globalen Arm getrieben werden, sehen sich mit verschärften rechtlichen Rahmenbedingungen konfrontiert. Die historische Abhängigkeit des Unternehmens von „De-minimis“-Schwellenwerten – die den zollfreien Import von Niedrigwertwaren erlauben – steht unter anhaltendem Druck von Regulierern in West und Ost.
Der Markt fokussiert sich nun auf die möglichen Folgen der angekündigten Überprüfung. Sollten die Steuerbefreiungen für Pakete tatsächlich eingeschränkt werden, könnte dies den Kostenvorteil des Unternehmens in der Region schmälern. Der nächste wesentliche Finanzkatalysator ist die Veröffentlichung der Ergebnisse für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2025 am 19. März 2026. Die Analystenerwartung liegt derzeit bei einem Gewinn pro Aktie von 2,88 US-Dollar. Aus technischer Sicht handelt die Aktie weiterhin über ihrem 200-Tage-Durchschnitt von 120,27 US-Dollar, wobei die 120-Dollar-Marke eine wichtige psychologische und technische Unterstützungszone darstellt.
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