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Symbolbild, KI-generiert

Pinduoduo Aktie: 100 Milliarden Yuan für Lieferketten

Pinduoduo-Mutter PDD Holdings verzeichnet sinkende Gewinne bei steigenden Umsätzen und investiert massiv in den Lieferkettenumbau.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Umsatzplus von elf Prozent verfehlt Erwartungen
  • Bereinigter Nettogewinn schrumpft deutlich
  • Milliardenschwere Investitionen in Lieferketten-Tochter
  • Aktie fällt auf Jahrestief, Analysten uneins

Pinduoduo-Mutter PDD Holdings leitet eine radikale Transformation ein. Trotz steigender Umsätze bricht der Gewinn ein. Das Management pumpt nun Milliarden in die Infrastruktur.

Die Erlöse stiegen im Auftaktquartal um elf Prozent auf 106,2 Milliarden Yuan. Damit blieb der Konzern hinter den Markterwartungen zurück. Der bereinigte Nettogewinn schrumpfte auf 14,1 Milliarden Yuan.

Fokus auf die Lieferkette

Ein Wendepunkt zeigt sich in der Umsatzstruktur. Die Erlöse aus Transaktionsdienstleistungen wuchsen um 20 Prozent auf 56,3 Milliarden Yuan. Damit überholten sie erstmals das klassische Online-Marketing.

Das Management investiert massiv in die neue Tochtergesellschaft „Xin Pinmu“. Über drei Jahre sollen insgesamt 100 Milliarden Yuan in die Lieferketten fließen. Die Forschungs- und Entwicklungskosten stiegen bereits um 22 Prozent.

Das Ziel ist ein Umbau des Geschäftsmodells. Pinduoduo will weg von reinem Plattform-Traffic. Stattdessen setzt der Konzern auf eigene Marken und eine tiefere Integration der Produktion.

Analysten reagieren skeptisch

An der Börse sorgten die Nachrichten für Turbulenzen. Die Aktie markierte Ende Mai ein Jahrestief bei 71,40 Euro. Seit Jahresbeginn summiert sich das Minus auf über 26 Prozent.

Die Analysten reagierten gespalten auf die sinkenden Margen. Nomura stufte das Papier auf „Hold“ herab. Barclays senkte das Kursziel auf 89 US-Dollar. Goldman Sachs bleibt optimistisch und hält am Ziel von 145 US-Dollar fest.

Erschwerend kommt regulatorischer Druck aus Europa hinzu. Die EU-Kommission droht Temu mit einer Strafe von rund 232 Millionen US-Dollar. Grund sind mögliche Verstöße gegen den Digital Services Act.

Pinduoduo hat bis Ende August 2026 Zeit für einen Nachbesserungsplan. Das Management warnte bereits vor sinkenden Margen in den kommenden Quartalen.

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