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PG&E Aktie: UBS setzt auf Kauf

Die Investmentbank UBS stuft PG&E auf 'Buy' hoch, da erwartete politische Reformen in Kalifornien das Haftungsrisiko des Versorgers verringern könnten.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • UBS bewertet PG&E positiv mit 'Buy'-Rating
  • Politische Reformen sollen Haftungsrisiken klären
  • Unternehmen schließt Altlasten durch Vergleich ab
  • Kurs notiert über langfristigem Durchschnitt

Der kalifornische Energieversorger PG&E rückt wieder stärker in das Visier institutioneller Investoren. Während das Unternehmen seine Infrastruktur massiv gegen Waldbrandrisiken absichert, sorgt eine neue Analystenbewertung für Aufsehen. Die Hoffnung auf politische Rückendeckung in Kalifornien könnte die Bewertung des Versorgers nachhaltig verändern.

Die Investmentbank UBS hat PG&E auf „Buy“ hochgestuft und sieht ein deutlich verbessertes Risikoprofil. Ein zentraler Faktor sind die erwarteten politischen Weichenstellungen in Kalifornien: Bis Juli 2026 stehen entscheidende Gespräche zur Phase 2 der Waldbrandpolitik an. Diese Reformen sollen die finanzielle Haftung für Versorger klarer regeln und damit die Unsicherheit für Aktionäre verringern.

Altlasten und Wachstumsziele

Das Unternehmen konnte zuletzt einen wichtigen juristischen Erfolg verbuchen. Ein Vergleich über 100 Millionen US-Dollar beendet Rechtsstreitigkeiten zu Waldbränden aus den Jahren 2017 und 2018. Damit konzentriert sich PG&E nun stärker auf seine langfristige Strategie. Diese sieht vor, Stromleitungen verstärkt unterirdisch zu verlegen und das Netz zu modernisieren, um die steigende Lastanfrage im Zuge der Energiewende zu bewältigen.

Für das Geschäftsjahr 2026 strebt das Management ein Wachstum des Gewinns je Aktie von zehn Prozent an. Die aktuelle Quartalsdividende wurde auf 0,05 US-Dollar festgesetzt.

Technische Einordnung

Am Freitag gab der Kurs um 3,82 Prozent auf 15,10 Euro nach, nachdem ein RSI von 78,1 bereits auf eine technisch überkaufte Lage hindeutete. Dennoch notiert das Papier weiterhin solide über seinem 200-Tage-Durchschnitt von 13,82 Euro.

Bis zur parlamentarischen Sommerpause im Juli 2026 wird die politische Debatte in Kalifornien den Takt angeben. Anleger achten nun darauf, ob die gesetzlichen Neuregelungen tatsächlich die erhoffte Entlastung bei den Haftungsrisiken bringen. Davon hängt ab, ob die Aktie ihren Bewertungsabschlag gegenüber der Konkurrenz weiter verringern kann.

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