Während Tech-Werte unter Druck geraten, rücken defensive Konsumgüter-Titel wieder in den Fokus. Procter & Gamble profitiert von dieser Rotation – und das trotz gemischter Quartalszahlen und auffälliger Insider-Verkäufe. Was steckt hinter der jüngsten Kursbewegung?
Analysten bleiben optimistisch
Das Urteil der Wall Street fällt positiv aus: 22 Analystenhäuser bewerten die Aktie mit „Moderate Buy“, darunter 13 „Buy“- und 9 „Hold“-Ratings. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 167 US-Dollar – rund 6 Prozent über dem aktuellen Niveau.
Die Bewertung basiert auf den Quartalszahlen vom 22. Januar. Beim Gewinn je Aktie schlug P&G die Erwartungen: 1,88 US-Dollar statt prognostizierter 1,86 US-Dollar. Beim Umsatz verfehlte der Konzern mit 22,21 Milliarden US-Dollar allerdings leicht die Schätzungen.
Führungskräfte verkaufen – Wachstum in China läuft
Am 4. Februar trennte sich Ma. Fatima Francisco, CEO der Sparte Baby, Feminine und Family Care, von 8.000 Aktien zu rund 158 US-Dollar. Auch Officer Gary A. Coombe meldete den Verkauf von über 72.000 Aktien an. Solche Transaktionen sind bei etablierten Konzernen nicht ungewöhnlich, werfen aber die Frage nach dem Timing auf.
Parallel dazu meldet P&G Erfolge in China – einem Markt, der durch sinkende Geburtenraten unter Druck steht. Mit der Premium-Linie „Pampers Prestige“ verzeichnete der Konzern in den vergangenen 18 Monaten zweistellige Wachstumsraten im Baby-Care-Segment. Die Strategie: Fokus auf hochpreisige Produkte statt Massenmarkt.
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Marketing-Offensive zur Olympia-Saison
Zusätzlich investiert P&G massiv in Werbung. Kampagnen rund um den Super Bowl LX und die Winterspiele in Milano Cortina 2026 sollen die Markenpräsenz stärken. Solche Großereignisse nutzt der Konzern traditionell, um neue Produkte zu platzieren und Marktanteile auszubauen.
Die Bewertung bleibt ambivalent: Mit einem KGV von etwa 22,8 bewegt sich die Aktie im Branchendurchschnitt. Einige Analysten sehen sie als fair bewertet, andere als leicht überteuert – abhängig von den Wachstumserwartungen für die kommenden Quartale.
Am 22. April folgt der nächste Quartalsbericht. Bis dahin dürfte die Aktie vom defensiven Charakter profitieren, sofern die Marktvolatilität anhält.
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