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Symbolbild, KI-generiert

Pfizer: Hauptversammlung billigt 12 Direktoren

Pfizer-Aktionäre stimmen für Management und Strategie. Nun richten sich alle Blicke auf die Quartalszahlen am 5. Mai und die Onkologie-Daten im Juni.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Wiederwahl aller Direktoren beschlossen
  • Sparprogramm soll Milliarden einbringen
  • Aktie notiert unter 50-Tage-Linie
  • Onkologie-Daten im Juni erwartet

Pfizers Hauptversammlung ist Geschichte — und die Ergebnisse fielen weitgehend nach Wunsch des Managements aus. Jetzt richtet sich der Blick auf den 5. Mai, wenn das Unternehmen seine Zahlen für das erste Quartal 2026 vorlegt.

Aktionäre stützen Kurs des Vorstands

Auf der virtuellen Hauptversammlung am 23. April 2026 stimmten die Aktionäre für die Wiederwahl aller zwölf Direktoren, bestätigten KPMG als Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2026 und billigten den überarbeiteten Aktienplan von 2019. Auch die Vergütung der Führungskräfte wurde auf Empfehlungsbasis genehmigt.

Einen Antrag lehnten die Aktionäre ab: Der Vorschlag, einen unabhängigen Aufsichtsratsvorsitzenden zu ernennen, fand keine Mehrheit. Das Management nutzte die Gelegenheit, 2025 als Jahr der finanziellen Disziplin zu rahmen — und gab sich zuversichtlich, bis Ende des Jahrzehnts branchenführendes Wachstum zu erreichen.

Solide Basis, aber COVID-Schatten

Der Blick in die Zahlen zeigt ein zweigeteiltes Bild. Der Gesamtumsatz 2025 lag bei 62,6 Milliarden Dollar, leicht unter dem Vorjahreswert von 63,6 Milliarden Dollar. Bereinigt um COVID-19-Produkte ergibt sich jedoch ein operatives Plus von sechs Prozent — ein Hinweis darauf, dass das Kerngeschäft an Fahrt gewinnt.

Das laufende Sparprogramm soll bis 2026 rund 5,7 Milliarden Dollar an Nettoeinsparungen liefern, weitere 1,5 Milliarden Dollar durch Produktionsoptimierungen bis 2027. In 2025 schüttete Pfizer 9,8 Milliarden Dollar an Dividenden aus und investierte 10,4 Milliarden Dollar in interne Forschung und Entwicklung.

Aktie unter dem 50-Tage-Schnitt

Die Pfizer-Aktie schloss am Freitag bei 22,83 Euro — rund zwei Prozent unterhalb des 50-Tage-Durchschnitts, aber klar über dem 200-Tage-Schnitt von 22,00 Euro. Seit Jahresbeginn steht ein Plus von gut sechs Prozent zu Buche, auf Jahressicht sogar rund 14 Prozent. Der RSI von 74,5 signalisiert dabei eine technisch überkaufte Zone.

Analysten bleiben konstruktiv: Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 29,21 Dollar, rund sechs Prozent über dem letzten US-Schlusskurs, mit einem Konsensrating von „Kaufen“. Die Spanne der Zwölf-Monats-Prognosen reicht laut LSEG-Daten von 23 bis 37,54 Dollar — ein breites Spektrum, das die Unsicherheit über Pfizers Wachstumstempo widerspiegelt.

Onkologie-Daten als nächster Test

Am 5. Mai präsentiert Pfizer vor Marktöffnung seine Q1-Ergebnisse. Wenige Wochen später, beim Jahreskongress der American Society of Clinical Oncology vom 29. Mai bis 2. Juni in Chicago, stehen Daten aus mehr als 40 Studienabstracts auf dem Programm — darunter drei sogenannte Late-Breaking-Sessions aus der Onkologie-Pipeline. Wie der Markt auf diese Kombination aus Quartalszahlen und klinischen Daten reagiert, wird zeigen, ob Pfizers strategische Neuausrichtung in der Bewertung ankommt.

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