Der Pharmariese Pfizer sieht sich derzeit mit einer komplexen Gemengelage konfrontiert. Während die angepasste Prognose für das Jahr 2026 die Erwartungen vieler Anleger dämpft, zeigen aktuelle Daten signifikante Zukäufe durch institutionelle Investoren. Diese Diskrepanz zwischen vorsichtigem Ausblick und strategischem Einstieg wirft die Frage auf, wie der Markt die langfristigen Chancen des Unternehmens bewertet.
Institutionelle Anleger greifen zu
Trotz der Diskussionen um die künftige Ertragskraft positionieren sich Großanleger neu. Daten vom 17. Januar belegen, dass die Csenge Advisory Group ihre Anteile an Pfizer im letzten Quartal um rund 54,4 Prozent aufgestockt hat. Auch Evergreen Capital Management erhöhte die Bestände um 11,3 Prozent. Marktbeobachter werten dies als Indiz dafür, dass professionelle Investoren das aktuelle Bewertungsniveau nutzen, um Positionen aufzubauen, während Privatanleger aufgrund der Prognosekürzung noch zögern.
Strategische Lizenz statt teurer Übernahme
Für Aufklärungsbedarf sorgte zuletzt die Kapitalallokation des Konzerns. Entgegen mancher Befürchtungen handelt es sich bei dem jüngsten Deal mit 3SBio nicht um eine verwässernde Unternehmensübernahme, sondern um eine exklusive Lizenzvereinbarung. Pfizer sichert sich damit die Rechte an dem Krebsmedikament-Kandidaten SSGJ-707.
Die Vorauszahlung von 1,25 Milliarden US-Dollar sowie eine Aktieninvestition von 100 Millionen US-Dollar belasten zwar kurzfristig den Cashflow, gelten aber als gezielte Investition in die Forschungspipeline. Das Unternehmen vermeidet so die operativen Risiken und Integrationskosten einer Komplettübernahme.
Prognose 2026 bremst Fantasie
Dennoch bleibt der Ausblick für das Geschäftsjahr 2026 der zentrale Belastungsfaktor. Das Management erwartet einen Umsatz zwischen 59,5 und 62,5 Milliarden US-Dollar. Der bereinigte Gewinn je Aktie (EPS) wird in einer Spanne von 2,80 bis 3,00 US-Dollar prognostiziert – Werte, die unter den früheren Hoffnungen des Marktes liegen.
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Hintergrund dieser Anpassung ist die fortschreitende Normalisierung der Einnahmen aus Covid-19-Produkten sowie das Auslaufen wichtiger Patente. Diese operative Realität begrenzt aktuell das Aufwärtspotenzial der Aktie aus fundamentaler Sicht.
Bewertung und Dividende als Stütze
Für einkommensorientierte Anleger rückt angesichts dieser Rahmenbedingungen die Bewertung in den Fokus. Beim Schlusskurs von 25,89 US-Dollar bietet das Papier eine Dividendenrendite von etwa 6,7 Prozent, was deutlich über dem Durchschnitt des Gesundheitssektors liegt.
Zudem wird die Aktie auf Basis der mittleren Schätzungen für 2026 mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von rund 8,4 gehandelt. Dieses vergleichsweise niedrige Multiple deutet darauf hin, dass die fehlenden Wachstumsimpulse bereits weitgehend eingepreist sind und das Risiko weiterer Rückschläge begrenzt sein könnte. Während der fundamentale Ausblick herausfordernd bleibt, signalisiert das Handeln der institutionellen Investoren Vertrauen in die Substanz des Konzerns.
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