Wegbrechende Corona-Umsätze und eine drohende Patent-Klippe treffen auf milliardenschwere Zukäufe. Bei Pfizer klaffen die Herausforderungen der Gegenwart und die Hoffnungen für die Zukunft weit auseinander. Der Pharmariese steht kurz vor der Veröffentlichung seiner Zahlen für das erste Quartal 2026. Entsprechend nervös positioniert sich die Wall Street.
An der Börse notiert das Papier aktuell bei 23,11 Euro. Seit Jahresbeginn steht damit ein solides Plus von 7,56 Prozent auf der Kurstafel. Der Kurs pendelt sich derzeit knapp unter der 50-Tage-Linie von 23,28 Euro ein.
Gespaltene Meinungen an der Wall Street
Das Management hält bisher an der Jahresprognose für 2026 fest. Pfizer rechnet mit einem Gesamtumsatz zwischen 59,5 und 62,5 Milliarden US-Dollar. Der bereinigte Gewinn je Aktie soll bei 2,80 bis 3,00 US-Dollar liegen. Die Wall Street blickt allerdings mit gemischten Gefühlen auf die anstehenden Quartalszahlen.
Die jüngsten Einschätzungen der Investmentbanken zeigen ein zerrissenes Bild:
– Guggenheim: „Buy“ mit Kursziel 36,00 US-Dollar
– HSBC: „Buy“ mit Kursziel 32,00 US-Dollar
– Morgan Stanley: „Equal-Weight“ mit Kursziel 28,00 US-Dollar
– Bank of America: „Neutral“ mit Kursziel 26,00 US-Dollar
Im Schnitt sehen 29 Analysten das faire 12-Monats-Ziel bei 28,76 US-Dollar.
Margendruck und die nahende Patent-Klippe
Die Ursachen für die verhaltene Stimmung sind hinlänglich bekannt. Das Unternehmen kalkuliert mit einem Umsatzrückgang von rund 1,5 Milliarden US-Dollar bei seinem Corona-Impfstoff und dem antiviralen Medikament Paxlovid. Weitere 1,5 Milliarden US-Dollar dürften durch den Verlust von Marktexklusivitäten wegbrechen.
Dieses Problem verschärft sich in den kommenden Jahren massiv. Der Blockbuster-Blutverdünner Eliquis verliert 2026 seinen Patentschutz, auch wenn generische Konkurrenz erst 2028 erwartet wird. Bei den Krebsmedikamenten Ibrance und Xtandi endet die Exklusivität im Jahr 2027.
Hinzu kommt politischer Druck. Finanzchef Dave Denton bestätigte bereits, dass die Prognose für 2026 sinkende Preise und Margen einkalkuliert. Hintergrund ist ein Abkommen mit US-Präsident Donald Trump. Pfizer gewährt dem Medicaid-Programm tiefere Rabatte und garantiert Bestpreise, um im Gegenzug für drei Jahre von Zöllen befreit zu werden.
Milliarden-Wette auf die Pipeline
Um diese Umsatzlücken zu schließen, investiert der Konzern aggressiv in die Zukunft. Ein zentraler Baustein ist die 10 Milliarden US-Dollar schwere Übernahme des Adipositas-Spezialisten Metsera. Das Management rief 2026 als Schlüsseljahr aus. Rund 20 wichtige klinische Studien sollen starten, um langfristiges Wachstum zu sichern.
Aktionäre blicken nun auf den 23. April 2026. An diesem Donnerstag findet die virtuelle Hauptversammlung statt. Dort muss das Management beweisen, dass die teure strategische Neuausrichtung greift und die Dividende trotz des operativen Gegenwinds sicher bleibt.
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