Startseite » News zu Unternehmen » Analystenstimmen » Pfizer Aktie: Strategischer Umbau

Pfizer Aktie: Strategischer Umbau

Pfizer baut sein Portfolio mit einem Milliarden-Verkauf und einer neuen Impfstoff-Allianz um. Die Aktie steht vor dem Ex-Dividende-Termin und zeigt sich technisch überverkauft.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Verkauf der ViiV-Beteiligung für 1,9 Milliarden Dollar
  • Lizenzvereinbarung mit Novavax für Impfstofftechnologie
  • Aktie wird am 23. Januar ex Dividende gehandelt
  • Technische Indikatoren signalisieren Überverkauftheit

Pfizer baut das Portfolio radikal um. Mitten in einer schwierigen Marktphase kündigte der Pharma-Riese heute gleich zwei strategische Transaktionen an: einen Milliarden-Exit und eine neue Impfstoff-Allianz. Während Anleger den jüngsten Kursrutsch verdauen, drängt zudem die Zeit für die kommende Dividendenausschüttung.

Milliarden fließen in die Kassen

Das Management schafft Platz in der Bilanz. Der wohl wichtigste Schritt ist der Verkauf der Beteiligung am HIV-Spezialisten ViiV Healthcare an das japanische Pharmaunternehmen Shionogi. Dieser Deal spült rund 1,9 Milliarden US-Dollar in die Kassen und signalisiert den klaren Willen, Randbereiche abzustoßen, um Liquidität zu generieren. Marktbeobachter werten dies als Maßnahme, um Schulden abzubauen oder Mittel für das Kerngeschäft freizumachen.

Gleichzeitig fließt Kapital direkt zurück in die Forschung: Pfizer hat eine Lizenzvereinbarung mit Novavax finalisiert. Für eine Sofortzahlung von 30 Millionen Dollar – und Meilensteinzahlungen von bis zu 530 Millionen Dollar – sichert sich der Konzern Zugang zur Matrix-M-Technologie. Ziel ist es, die eigene Impfstoff-Pipeline über Covid-19 hinaus zu stärken.

Anzeige

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Pfizer?

Wichtige Frist für Anleger

Für Dividendenjäger ist der Kalender aktuell entscheidend. Die Pfizer-Aktie wird am 23. Januar, also morgen, Ex-Dividende gehandelt. Wer von der aktuellen Dividendenrendite von rund 6,6 Prozent profitieren möchte, muss das Papier bis zum heutigen Handelsschluss im Depot halten. Der Kursabschlag in Höhe der Dividende morgen früh ist dabei rein technischer Natur und sollte nicht als Verkaufssignal missverstanden werden.

Politischer Gegenwind und Charttechnik

Das operative Umfeld bleibt politisch aufgeladen. Pfizer hat sich als erster großer Player für die „TrumpRX“-Plattform der US-Regierung registriert, was den Preisdruck im Sektor unterstreicht. Auch die im US-Kongress diskutierten Gesetzesänderungen zu den Pharmacy Benefit Managers (PBMs) sorgen für Unsicherheit hinsichtlich der künftigen Preisgestaltung.

Diese Gemengelage hat deutliche Spuren im Chart hinterlassen. Auf Wochensicht verlor das Papier rund 14,5 Prozent an Wert. Mit einem RSI von 21,6 gilt die Aktie technisch inzwischen als stark überverkauft. Investoren wägen nun ab, ob die frische Liquidität aus dem ViiV-Verkauf die Risiken im Kerngeschäft aufwiegt. Die nächste Bewährungsprobe steht unmittelbar bevor: Am 3. Februar wird Pfizer vor Börsenbeginn die Quartalszahlen vorlegen und muss beweisen, dass die Neuausrichtung greift.

Anzeige

Pfizer-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Pfizer-Analyse vom 22. Januar liefert die Antwort:

Die neusten Pfizer-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Pfizer-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 22. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Pfizer: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Felix Baarz

Felix Baarz ist Wirtschaftsjournalist mit mehr als 15 Jahren Erfahrung in der Berichterstattung über internationale Finanzmärkte. Als gebürtiger Kölner begann er seine Laufbahn bei einer deutschen Fachpublikation, bevor er für sechs Jahre nach New York zog.

In New York berichtete er direkt aus dem Zentrum der globalen Finanzwelt über Entwicklungen an der Wall Street und wirtschaftspolitische Entscheidungen von internationaler Tragweite. Diese Zeit prägte seine analytische Herangehensweise an komplexe Wirtschaftsthemen.

Heute arbeitet Baarz als freier Journalist für führende deutschsprachige Wirtschafts- und Finanzmedien. Seine Schwerpunkte liegen auf der fundierten Analyse globaler Finanzmärkte und der verständlichen Aufbereitung wirtschaftspolitischer Zusammenhänge. Neben seiner schriftlichen Arbeit moderiert er Fachdiskussionen und nimmt an Expertenrunden teil.

Sein journalistischer Ansatz kombiniert tiefgreifende Recherche mit präziser Analyse, um Lesern Orientierung in einer sich wandelnden Wirtschaftswelt zu bieten.