Pfizer baut das Portfolio radikal um. Mitten in einer schwierigen Marktphase kündigte der Pharma-Riese heute gleich zwei strategische Transaktionen an: einen Milliarden-Exit und eine neue Impfstoff-Allianz. Während Anleger den jüngsten Kursrutsch verdauen, drängt zudem die Zeit für die kommende Dividendenausschüttung.
Milliarden fließen in die Kassen
Das Management schafft Platz in der Bilanz. Der wohl wichtigste Schritt ist der Verkauf der Beteiligung am HIV-Spezialisten ViiV Healthcare an das japanische Pharmaunternehmen Shionogi. Dieser Deal spült rund 1,9 Milliarden US-Dollar in die Kassen und signalisiert den klaren Willen, Randbereiche abzustoßen, um Liquidität zu generieren. Marktbeobachter werten dies als Maßnahme, um Schulden abzubauen oder Mittel für das Kerngeschäft freizumachen.
Gleichzeitig fließt Kapital direkt zurück in die Forschung: Pfizer hat eine Lizenzvereinbarung mit Novavax finalisiert. Für eine Sofortzahlung von 30 Millionen Dollar – und Meilensteinzahlungen von bis zu 530 Millionen Dollar – sichert sich der Konzern Zugang zur Matrix-M-Technologie. Ziel ist es, die eigene Impfstoff-Pipeline über Covid-19 hinaus zu stärken.
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Wichtige Frist für Anleger
Für Dividendenjäger ist der Kalender aktuell entscheidend. Die Pfizer-Aktie wird am 23. Januar, also morgen, Ex-Dividende gehandelt. Wer von der aktuellen Dividendenrendite von rund 6,6 Prozent profitieren möchte, muss das Papier bis zum heutigen Handelsschluss im Depot halten. Der Kursabschlag in Höhe der Dividende morgen früh ist dabei rein technischer Natur und sollte nicht als Verkaufssignal missverstanden werden.
Politischer Gegenwind und Charttechnik
Das operative Umfeld bleibt politisch aufgeladen. Pfizer hat sich als erster großer Player für die „TrumpRX“-Plattform der US-Regierung registriert, was den Preisdruck im Sektor unterstreicht. Auch die im US-Kongress diskutierten Gesetzesänderungen zu den Pharmacy Benefit Managers (PBMs) sorgen für Unsicherheit hinsichtlich der künftigen Preisgestaltung.
Diese Gemengelage hat deutliche Spuren im Chart hinterlassen. Auf Wochensicht verlor das Papier rund 14,5 Prozent an Wert. Mit einem RSI von 21,6 gilt die Aktie technisch inzwischen als stark überverkauft. Investoren wägen nun ab, ob die frische Liquidität aus dem ViiV-Verkauf die Risiken im Kerngeschäft aufwiegt. Die nächste Bewährungsprobe steht unmittelbar bevor: Am 3. Februar wird Pfizer vor Börsenbeginn die Quartalszahlen vorlegen und muss beweisen, dass die Neuausrichtung greift.
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