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Pfizer Aktie: Strategische Neuausrichtung

Pfizer schließt Exklusivdeal für Lebertherapien mit Beam Therapeutics ab und stützt sich dabei auf überraschend starke Quartalszahlen. Der Schritt folgt auf den Marktrückzug der Hämophilie-Therapie Beqvez.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Exklusivpartnerschaft für Gen-Editing-Programm in der Leber
  • Überraschend starke Umsatz- und Gewinnzahlen im Q4 2025
  • Aktie legt über 6 Prozent auf Monatssicht zu
  • Dividendenrendite von rund 6,3 Prozent

Pfizer baut sein Portfolio im Bereich der Gentechnik radikal um. Nach dem enttäuschenden Markt-Rückzug der Hämophilie-Therapie Beqvez zu Jahresbeginn setzt der Pharma-Gigant nun auf eine vertiefte Exklusiv-Partnerschaft mit Beam Therapeutics. Unterstützt durch überraschend starke Quartalszahlen stellt sich der Konzern neu auf, um vergangene klinische Rückschläge wettzumachen.

Fokus auf Leber-Therapien

Am Donnerstag finalisierte Pfizer ein entscheidendes Abkommen mit Beam Therapeutics, das dem Konzern die weltweiten Exklusivrechte an einem neuartigen Gen-Editing-Programm für die Leber sichert. Pfizer übernimmt dabei die volle Kontrolle über die klinische Entwicklung, die Zulassungsprozesse und die spätere Vermarktung.

Dieser Schritt ist eine direkte Reaktion auf die jüngsten Herausforderungen in der Pipeline. Nachdem das Unternehmen im Januar 2025 seine Hämophilie-B-Therapie Beqvez vom Markt nehmen musste, dient der neue Deal als strategischer Neustart. Die Vereinbarung sieht vor, dass Beam Therapeutics nach Abschluss der Phase-1/2-Studien optional wieder einsteigen kann, um sich mit 35 Prozent an Kosten und Gewinnen zu beteiligen.

Licht und Schatten in der Pipeline

Abseits des Gen-Editings zeigt sich ein gemischtes Bild in der klinischen Entwicklung. Positiv zu vermerken ist die jüngste FDA-Zulassung für eine Braftovi-Kombinationstherapie gegen Darmkrebs sowie eine vielversprechende Partnerschaft mit Sciwind in China für ein GLP-1-Medikament.

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Diesen Erfolgen steht jedoch der Abbruch einer Phase-1b-Studie für eine Behandlung gegen Colitis ulcerosa gegenüber. Analysten werten die Konzentration auf das Beam-Programm daher als logischen Schritt, um Ressourcen auf vielversprechendere Kandidaten zu bündeln. Die Aktie notierte zuletzt bei 22,98 Euro und konnte auf Monatssicht um über 6 Prozent zulegen.

Starke Zahlen als Fundament

Finanziell verschafft sich Pfizer durch ein starkes operatives Geschäft den nötigen Spielraum für diese strategischen Manöver. Im vierten Quartal 2025 übertraf das Unternehmen die Erwartungen der Wall Street deutlich: Der Umsatz kletterte auf 17,56 Milliarden Dollar, während der Gewinn je Aktie mit 0,66 Dollar weit über den prognostizierten 0,57 Dollar lag.

Für Anleger bleibt zudem die Ausschüttungspolitik ein zentrales Argument. Mit einer Quartalsdividende von 0,43 Dollar bietet das Papier derzeit eine rechnerische Dividendenrendite von rund 6,3 Prozent. Ob der strategische Schwenk im Gen-Editing-Bereich langfristig die Lücke schließen kann, die der Beqvez-Rückzug hinterlassen hat, wird nun von den Ergebnissen der anstehenden klinischen Studien abhängen.

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