Pfizer hat auf der wichtigen J.P. Morgan Healthcare Conference seine Zukunftspläne präzisiert, doch die Begeisterung der Anleger hält sich in Grenzen. CEO Albert Bourla setzt voll auf den boomenden Markt für Abnehm-Medikamente und zieht dabei Vergleiche zur historischen Ära von Viagra. Der ambitionierte Umbau fordert jedoch seinen Tribut: Der Gewinnausblick für das kommende Geschäftsjahr 2026 verfehlte die Erwartungen der Wall Street.
Strategie kostet Rendite
Während das Management die Prognose für das laufende Jahr bestätigte, sorgte der erste Ausblick auf 2026 für Ernüchterung am Markt. Pfizer stellt einen bereinigten Gewinn pro Aktie zwischen 2,80 und 3,00 US-Dollar in Aussicht. Dieser Wert liegt spürbar unter der Konsensschätzung der Analysten von 3,05 US-Dollar.
Verantwortlich für diese Diskrepanz sind vor allem die hohen Kosten für Forschung und Entwicklung. Die Integration der jüngsten 10-Milliarden-Dollar-Übernahme von Metsera und die beschleunigten klinischen Studien belasten die kurzfristige Profitabilität. Der Markt realisiert, dass der strategische Schwenk zunächst Geld kostet, bevor er Gewinne abwirft.
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Hoffnungsträger Abnehm-Spritze
Das Unternehmen steht unter Druck, die Lücke zu füllen, die der Rückgang der Corona-Umsätze hinterlassen hat. CEO Bourla bezeichnete das Potenzial im Adipositas-Markt als gewaltig und sieht hier den Wachstumsmotor für die Zeit nach der Pandemie. Konkret sollen die durch Metsera erworbenen GLP-1-Kandidaten, insbesondere der Wirkstoff MET-097i, aggressiv weiterentwickelt werden. Pfizer plant den Start wichtiger Phase-2b-Studien noch zu Beginn dieses Jahres, um im Wettbewerb mit den etablierten Platzhirschen aufzuholen.
Lichtblick in der Krebsforschung
Abseits der Finanzdiskussionen lieferte der Pharmakonzern positive klinische Daten. Die sogenannte BREAKWATER-Studie zeigte, dass eine Kombinationstherapie mit dem Medikament Braftovi bei Patienten mit metastasiertem Darmkrebs eine bessere Tumorverkleinerung erzielte als die Standardbehandlung. Dies bestätigt zumindest die Fortschritte in der Onkologie-Pipeline, auch wenn der Fokus der Anleger derzeit primär auf den Kosten des Konzernumbaus liegt.
Warten auf Beweise
Für Anleger verlagert sich der Fokus nun auf die konkreten Quartalszahlen Ende Januar, bei denen weitere Details zur Kostenallokation erwartet werden. Entscheidend für eine nachhaltige Erholung der Aktie, die aktuell bei 25,27 US-Dollar und damit nahe einer wichtigen technischen Unterstützungszone notiert, werden jedoch erst die klinischen Daten der neuen Abnehm-Präparate im weiteren Jahresverlauf sein.
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