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Pfizer Aktie: Pipeline gegen Umsatzschwund

Pfizer kämpft mit wegbrechenden Corona-Umsätzen und setzt auf seine Pipeline in Onkologie und Adipositas-Forschung, um ab 2029 wieder zu wachsen. Die Aktie zeigt sich dennoch robust.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Strategische Übergangsphase mit Milliarden-Umsatzlücke
  • Fokus auf Onkologie und Adipositas als Wachstumstreiber
  • Über 20 Phase-3-Studien für künftige Zulassungen geplant
  • Aktie notiert trotz Herausforderungen im Plus

Der US-Pharmariese Pfizer steckt tief in einer strategischen Übergangsphase. Während wegbrechende Corona-Umsätze und auslaufende Patente die kurzfristigen Erwartungen dämpfen, ruhen die Hoffnungen auf neuen Medikamenten in der Onkologie und Adipositas-Forschung. Bis die üppig gefüllte Pipeline jedoch das Milliardenloch in der Bilanz stopft, müssen Aktionäre einen langen Atem beweisen.

Die jüngste Prognosekorrektur für das laufende Jahr verdeutlicht die aktuelle Herausforderung. Das Management rechnet für 2026 mit Erlösen zwischen 59,5 und 62,5 Milliarden US-Dollar. Ein erwarteter Rückgang der COVID-19-Verkäufe sowie anstehende Patentabläufe reißen eine Lücke von über 20 Milliarden Dollar in die Kassen. Eine Rückkehr auf den Wachstumspfad erwartet der Konzern erst für das Jahr 2029. Trotz dieser fundamentalen Hürden verzeichnet das Papier seit Jahresbeginn ein Plus von gut 8 Prozent und notiert aktuell bei 23,24 Euro.

Gemischte klinische Signale

Auf der Produktseite zeichnet sich ein differenziertes Bild ab. Aktuelle Studiendaten zum Blutgerinnungshemmer Eliquis belegen zwar ein geringeres Blutungsrisiko im Vergleich zum Konkurrenzprodukt Xarelto. Bei der Verhinderung neuer Blutgerinnsel ergab sich jedoch kein klarer Vorteil, was die Hoffnungen auf einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil dämpft.

Gleichzeitig schmilzt der regulatorische Vorsprung beim RSV-Impfstoff Abrysvo. Konkurrent GSK hat hier aufgeholt. Beide Unternehmen warten nun auf erweiterte Empfehlungen der US-Gesundheitsbehörde CDC für jüngere Erwachsene, um das volle Marktpotenzial in dieser Altersgruppe auszuschöpfen.

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Fokus auf Krebs- und Abnehmpräparate

Um die Wachstumsdelle langfristig auszugleichen, forciert Pfizer zwei margenstarke Therapiebereiche. In der Onkologie sicherte sich das Unternehmen die vollständige FDA-Zulassung für BRAFTOVI zur Erstlinienbehandlung einer speziellen Form von Darmkrebs. Studiendaten zeigten hier eine signifikante Reduzierung des Sterberisikos um 51 Prozent gegenüber einer herkömmlichen Chemotherapie.

Parallel treibt der Konzern seine Adipositas-Forschung voran. Ein injizierbares Präparat zur monatlichen Anwendung lieferte kürzlich positive Ergebnisse in einer Phase-2b-Studie. Durch gezielte Zukäufe und Lizenzen hat sich Pfizer in diesem Segment mittlerweile eine breite Basis an klinischen Kandidaten aufgebaut.

Um die Wartezeit bis zur angestrebten Umsatzwende zu überbrücken, hält das Management an seiner Ausschüttungspolitik fest und zahlte Anfang März die 349. Quartalsdividende in Folge. Das laufende Jahr markiert nun eine entscheidende Weichenstellung für die zukünftige Profitabilität. Pfizer plant den Start von über 20 zulassungsrelevanten Phase-3-Studien. Deren klinische Ergebnisse werden die Grundlage bilden, um die ehrgeizigen Wachstumsziele für das Ende des Jahrzehnts zu realisieren.

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Diskussion zu Pfizer

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