Pfizer zieht derzeit ungewöhnlich viel Aufmerksamkeit auf sich – allerdings nicht wegen einer bahnbrechenden Produktnachricht, sondern wegen massiver Optionsaktivität. Zeitgleich erreichte die Aktie ein 5-Wochen-Hoch von rund 26,10 US-Dollar. Heute, am 23. Januar 2026, geht die Aktie ex-Dividende. Was steckt hinter der plötzlichen Bewegung?
Ungewöhnlicher Anstieg bei Call-Optionen
Am 22. Januar wechselten 446.836 Call-Optionen den Besitzer – ein Plus von 114 Prozent gegenüber dem üblichen Tagesvolumen von rund 208.000 Kontrakten. Besonders gefragt waren wöchentliche Calls mit einem Strike bei 27 US-Dollar (Laufzeit bis 30. Januar) sowie März-Calls mit Strike bei 30 US-Dollar.
Das Put/Call-Verhältnis liegt aktuell bei nur 0,17, was auf eine klar bullische Positionierung hindeutet. Die implizite Volatilität stieg um knapp zwei Punkte auf 25,07 Prozent – ein Signal dafür, dass Händler mit Kursbewegungen vor den anstehenden Quartalszahlen rechnen.
Dividende und Bewertung
Anleger, die bis gestern im Besitz der Aktie waren, erhalten am 6. März eine Quartalsdividende von 0,43 US-Dollar je Anteil. Auf Jahresbasis entspricht das einer Ausschüttung von 1,72 US-Dollar, was einer Dividendenrendite von etwa 6,6 Prozent entspricht.
Interessant ist die aktuelle Bewertung: Mit einem KGV von 15,1 liegt Pfizer deutlich unter dem Branchenschnitt von 19,6. Discounted-Cash-Flow-Modelle signalisieren einen fairen Wert von 56,53 US-Dollar – was einer möglichen Unterbewertung von über 50 Prozent entspräche. Analysten setzen ihre Kursziele zwischen 27,88 und 29,33 US-Dollar an, Jefferies geht sogar von 34 US-Dollar aus.
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Portfolioumbau im Gange
Parallel zur Optionsaktivität hat Pfizer strategische Weichenstellungen vorgenommen. Der Verkauf der Beteiligung an ViiV Healthcare, einem HIV-Spezialisten, brachte 1,9 Milliarden US-Dollar ein. Zugleich sicherte sich das Unternehmen über eine Lizenzvereinbarung mit Novavax die Nutzungsrechte am Matrix-M-Adjuvans – für 30 Millionen US-Dollar im Voraus, mit weiteren bis zu 500 Millionen bei Erreichen bestimmter Meilensteine.
Quartalszahlen als Katalysator
Am 3. Februar folgen die Zahlen für das vierte Quartal 2025. Analysten erwarten einen bereinigten Gewinn je Aktie von 0,58 US-Dollar. Zum Vergleich: Im dritten Quartal hatte Pfizer 0,87 US-Dollar je Aktie bei Erlösen von 16,65 Milliarden US-Dollar ausgewiesen.
Für das Gesamtjahr 2026 rechnet das Unternehmen mit Umsätzen zwischen 59,5 und 62,5 Milliarden US-Dollar – ein leichter Rückgang gegenüber den für 2025 erwarteten 62 Milliarden. Der bereinigte Gewinn je Aktie soll zwischen 2,80 und 3,00 US-Dollar liegen. Die aggressive Call-Akkumulation könnte darauf hindeuten, dass Teile des Marktes eine positive Überraschung erwarten.
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