Pfizer liefert in der Onkologie einen handfesten Erfolg: Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat die BRAFTOVI-Kombination als Erstlinien-Therapie bei metastasiertem Darmkrebs mit BRAF-V600E-Mutation vollständig zugelassen. Das ist mehr als ein formaler Stempel, weil die Behandlung damit aus dem „beschleunigten“ Status herauswächst und nun auch für zuvor unbehandelte Patienten gilt. Ausgerechnet jetzt, wo CEO Albert Bourla diese Woche auf einer großen Investorenkonferenz Rede und Antwort stehen soll, bekommt die Pipeline-Story neue Munition.
FDA-Zulassung mit klarer Datenbasis
Die FDA-Entscheidung (24. Februar 2026) stützt sich auf die Phase-3-Studie BREAKWATER. Dort zeigte die Kombination aus BRAFTOVI (Encorafenib) und Cetuximab zusammen mit Standard-Chemotherapie (mFOLFOX6) gegenüber Chemotherapie (mit oder ohne Bevacizumab) einen klinisch und statistisch signifikanten Vorteil: Das Sterberisiko sank um 51%, das Risiko für Krankheitsfortschritt oder Tod um 47%.
Besonders greifbar wird das beim Gesamtüberleben: In der Studie lag das mediane Overall Survival in der „Triplet“-Kombination bei 30,3 Monaten – gegenüber 15,1 Monaten in der Kontrollgruppe mit Chemotherapie. Damit ist BRAFTOVI laut Pfizer aktuell die einzige zielgerichtete, zugelassene Erstlinien-Kombination für genau diese Patientengruppe.
Pipeline-Story trifft Preis- und Patentdruck
Der Zulassungserfolg passt zu Pfizers strategischem Schwenk Richtung „Precision Oncology“. Gleichzeitig ändert er die großen Baustellen nur begrenzt: Das Unternehmen hat seine 2026er-Prognose zuletzt bekräftigt, während Gegenwind bleibt – vor allem durch sinkende COVID-Umsätze und auslaufende Schutzrechte älterer Produkte.
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Konkret rechnet Pfizer damit, dass der Rückgang bei COVID-Impfstoff und Paxlovid die Erlöse im Jahresvergleich um rund 1,5 Mrd. US-Dollar auf etwa 5 Mrd. US-Dollar drückt. Zusätzlich erwartet das Management noch einmal ungefähr 1,5 Mrd. US-Dollar weniger Umsatz durch Produkte, die ihre Marktexklusivität verlieren. In diesem Umfeld soll die Pipeline (Pfizer sprach von rund 20 geplanten Starts wichtiger „pivotal studies“ in 2026) mittelfristig wieder für mehr Wachstum sorgen – auch gestützt durch die angekündigte 10-Mrd.-US-Dollar-Übernahme von Metsera.
Hinzu kommt Preisdruck aus einem „Most-Favored-Nation“-Deal (unterzeichnet am 30. September 2025): Pfizer will bestehende Medikamente für Medicaid-Patienten zum niedrigsten Preis anderer entwickelter Länder anbieten und diese Logik auch für neue Medikamente in mehreren Zahlergruppen zusichern. Laut CFO Dave Denton ist „Preis- und Margendruck“ bereits in der 2026er Guidance eingepreist – im Gegenzug gibt es drei Jahre Zoll-Erleichterungen. Wie stark der Effekt in der Praxis ausfällt, ist allerdings umstritten, weil Medicaid-Preise ohnehin stark reguliert sind.
Nächster Prüfstein: Auftritt am Montag
Am Montag (2. März 2026) tritt Bourla auf der TD Cowen Health Care Conference auf (Webcast um 10:30 Uhr US-Ostküstenzeit). Welche Punkte dürften Investoren dort besonders hören wollen? Vor allem, wie schnell die BRAFTOVI-Kombination in der Breite ankommt – gerade in der „Community Oncology“, wo viele Darmkrebspatienten behandelt werden – und welche weiteren Pipeline-Updates Pfizer liefern kann, während das Unternehmen 2026 mit flacher Umsatzentwicklung und weiterem Margendruck kalkuliert.
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