Pfizer startet mit einer klaren Botschaft in das Börsenjahr 2026: Die Pandemie-Ära wird administrativ abgewickelt, der Fokus verschiebt sich radikal auf Margensicherung und neue Wachstumsmärkte. Während die FDA heute formal alte Notfallzulassungen widerrief, plant der Pharmariese Preiserhöhungen für rund 80 Medikamente. Anleger stellen sich die Frage: Gelingt der kostspielige Schwenk hin zum hart umkämpften Abnehm-Markt und kann die Bewertungslücke zum Sektor geschlossen werden?
Preismacht und Aufräumarbeiten
Der heutige Freitag markiert symbolisch den Abschluss einer Ära. Die US-Arzneimittelbehörde FDA bestätigte den Widerruf der Notfallzulassungen für die Covid- und Grippetests der Marke Lucira. Dieser Schritt ist rein verfahrenstechnisch und erfolgte auf Wunsch von Pfizer selbst, da bestimmte Reagenzien nicht mehr hergestellt werden.
Viel relevanter für die Kursentwicklung sind jedoch Berichte, wonach Pfizer zu Jahresbeginn die Preise für etwa 80 Medikamente anhebt, darunter das Krebsmedikament Ibrance und das Migränemittel Nurtec. Diese Maßnahme dient der Verteidigung der Margen, während das Unternehmen das Umsatzloch nach dem Ende des Covid-Booms durchschreitet.
Die Wette auf die Zukunft
Der Markt blickt nun gespannt auf die Integration der Ende 2025 getätigten Übernahmen. Mit dem 10-Milliarden-Dollar-Kauf von Metsera und der Kooperation mit YaoPharma hat sich Pfizer im Bereich der GLP-1-Abnehmpräparate in Stellung gebracht. Dies ist die strategische Antwort auf die drohende „Patentklippe“ bei bisherigen Blockbustern wie Eliquis.
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Aktuell wird die Aktie mit einem erwarteten KGV von rund 8,5 gehandelt – ein historischer Abschlag gegenüber dem breiteren Gesundheitssektor. Diese niedrige Bewertung spiegelt die Skepsis der Investoren wider, bietet aber auch Chancen, sollte die neue Strategie greifen. Als Zeichen der Zuversicht hält das Management an einer aktionärsfreundlichen Politik fest und kündigte eine Quartalsdividende von 0,43 US-Dollar je Aktie an.
Ausblick und technische Hürden
Analysten betrachten 2026 als ein Übergangsjahr. Die Umsatzprognose liegt zwischen 59,5 und 62,5 Milliarden US-Dollar. Technisch befindet sich das Papier bei rund 24,90 US-Dollar in einer Konsolidierungsphase. Um eine echte Trendwende einzuleiten, müsste der Widerstand bei 27,00 US-Dollar nachhaltig überwunden werden, während bei 23,80 US-Dollar eine solide Unterstützung liegt.
Für das erste Quartal 2026 warten Anleger nun primär auf die klinischen Daten der Metsera-Assets sowie auf den Beweis, dass die durchgesetzten Preiserhöhungen die Umsätze tatsächlich stabilisieren können.
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