Der Pharmariese Pfizer steckt im wohl wichtigsten Übergangsjahr seiner Geschichte. Während die Einnahmen aus dem einstigen Corona-Geschäft weiter schrumpfen und wichtige Patente auslaufen, ruhen die Hoffnungen nun auf neuen Krebs- und Abnehmmedikamenten. Kann der Konzern die drohenden Milliardenverluste rechtzeitig kompensieren?
Die jüngsten Quartalszahlen lieferten zunächst positive Signale. Mit einem Gewinn von 0,66 US-Dollar pro Aktie übertraf das Unternehmen die Erwartungen der Analysten deutlich. Auch der Jahresgewinn 2025 stieg dank eines strikten Sparprogramms um vier Prozent. Doch der Blick nach vorn zeigt die realen Herausforderungen: Für das laufende Jahr 2026 rechnet das Management mit spürbarem Gegenwind. Allein durch auslaufende Patente und weiter sinkende Corona-Umsätze dürften im Jahresvergleich rund drei Milliarden US-Dollar an Einnahmen wegbrechen. Zusätzliche Unsicherheit für das verbleibende Impfstoffgeschäft bringen mögliche Änderungen der US-Gesundheitspolitik mit sich.
Onkologie und Adipositas als Hoffnungsträger
Um diese Lücke zu schließen, richtet Pfizer den Fokus strategisch neu aus. Die Onkologie entwickelt sich dabei zum zentralen Wachstumsmotor und steuert bereits 28 Prozent zu den Gesamterlösen bei. Ein wichtiger Meilenstein war hier die vollständige FDA-Zulassung für eine neue Braftovi-Kombinationstherapie im Februar. Parallel dazu positioniert sich der Konzern im lukrativen Markt für Abnehmpräparate. Jüngste Studiendaten eines injizierbaren Wirkstoffs zeigten vielversprechende Gewichtsreduktionen von über 12 Prozent, was die Pipeline in diesem Segment spürbar stärkt.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Pfizer?
An der Börse wird dieser strategische Schwenk durchaus honoriert. Seit Jahresanfang verzeichnet das Papier ein solides Plus von 9,68 Prozent und ging gestern bei 23,57 Euro aus dem Handel. Für zusätzliche Stabilität sorgt die Dividendenpolitik: Mit einer aktuellen Ausschüttungsrendite von rund 6,3 Prozent bleibt der Titel für einkommensorientierte Anleger attraktiv, auch wenn das Management vorerst keine weiteren Aktienrückkäufe für 2026 plant.
Ein langer Weg zur neuen Stärke
Der vollständige Umbau vom Impfstoff-Giganten zum Spezialisten für Krebs- und Stoffwechseltherapien wird jedoch Zeit in Anspruch nehmen. Da die finanziellen Belastungen durch den Verlust von Exklusivrechten in den Jahren 2027 und 2028 auf über sechs Milliarden US-Dollar ansteigen werden, rechnet das Management erst ab 2029 wieder mit einem nennenswerten Umsatzwachstum. Bis dahin richten sich die Blicke auf die klinischen Fortschritte: Im laufenden Jahr plant Pfizer den Start von über 20 entscheidenden Phase-3-Studien, deren erste Daten bereits im ersten Halbjahr 2026 konkreten Aufschluss über den Erfolg der Neuausrichtung geben werden.
Pfizer-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Pfizer-Analyse vom 12. März liefert die Antwort:
Die neusten Pfizer-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Pfizer-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 12. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Pfizer: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
