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Pfizer Aktie: Comeback durch Abnehmspritze

Pfizer baut sein Adipositas-Programm nach Rückschlag neu auf. Ein monatlich dosierbarer Wirkstoffkandidat und eine politische Schonfrist stützen die strategische Neuausrichtung des Konzerns.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Übernahme von Metsera und vielversprechende Studiendaten
  • Potenzial für monatliche statt wöchentliche Dosierung
  • Politische Schonfrist vor US-Zöllen vereinbart
  • Aktie erreicht neues 52-Wochen-Hoch

Nach einem herben Rückschlag im vergangenen Jahr meldet sich Pfizer im lukrativen Markt für Abnehmpräparate zurück. Die Übernahme des Entwicklers Metsera und vielversprechende Studiendaten zu einem neuen Wirkstoff wecken das Interesse der Investoren. Diese strategische Neuausrichtung hilft dem Pharmakonzern, schwindende Corona-Umsätze und auslaufende Patente zunehmend in den Hintergrund rücken zu lassen.

Wettbewerbsvorteil durch monatliche Dosis

Der zentrale Treiber für den jüngsten Optimismus ist der rasche Wiederaufbau des Adipositas-Programms. Nachdem Pfizer im April 2025 die Entwicklung eines eigenen GLP-1-Medikaments abbrechen musste, kaufte sich das Unternehmen im November über Metsera wieder in den Markt ein. Die Strategie liefert nun erste greifbare Ergebnisse.

Die Phase-2b-Studie VESPER-3 zeigte nicht nur eine signifikante Gewichtsreduktion, sondern offenbarte auch einen potenziellen operativen Vorteil gegenüber der Konkurrenz. Während etablierte Produkte wie Wegovy oder Zepbound wöchentlich gespritzt werden müssen, ermöglicht der Pfizer-Kandidat PF’3944 nach einer Anfangsphase eine monatliche Dosierung. Für das laufende Jahr plant der Konzern den Start von über 20 weiteren Adipositas-Studien, um die Zulassung für 2028 vorzubereiten.

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Politische Absicherung und günstige Bewertung

Neben den Fortschritten bei Stoffwechselerkrankungen stützen auch die Onkologie-Pipeline und eine politische Einigung das Geschäft. Der Konzern sicherte sich durch eine Vereinbarung mit dem Weißen Haus eine dreijährige Schonfrist vor potenziellen Zöllen. Im Gegenzug verpflichtete sich Pfizer zu massiven Investitionen in US-amerikanische Forschungs- und Kapitalprojekte. Diese operative und politische Stabilisierung spiegelt sich im Kurs wider. Am Montag kletterte der Titel auf ein neues 52-Wochen-Hoch von 24,18 Euro und baute das Plus seit Jahresbeginn auf über 12 Prozent aus.

Trotz der Erholung bleibt das finanzielle Umfeld aufgrund rückläufiger Impfstoffverkäufe anspruchsvoll. Für 2026 rechnet das Management mit Erlösen zwischen 59,5 und 62,5 Milliarden US-Dollar. Mit einem erwarteten Kurs-Gewinn-Verhältnis von 9,2 wird das Papier derzeit deutlich günstiger gehandelt als der Branchendurchschnitt von 16,9. Der nächste konkrete Prüfstein für diese fundamentale Bewertung folgt am 5. Mai 2026 mit der Vorlage der Ergebnisse für das erste Quartal.

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