Der Pharma-Riese Pfizer hat gerade ein finanzielles Kraftstück hingelegt: 6 Milliarden Dollar frisches Kapital über den Anleihemarkt – und das zu erstaunlich günstigen Konditionen. Das Geld fließt direkt in die 10-Milliarden-Dollar-Übernahme von Metsera, einem vielversprechenden Entwickler von Abnehm-Medikamenten. Damit wagt Pfizer den Frontalangriff auf Novo Nordisk und Eli Lilly im boomenden Markt für Adipositas-Therapien. Kann der Corona-Profiteur damit seine schwächelnde Aktie endlich wieder in Fahrt bringen?
Anleihe-Offensive finanziert Adipositas-Coup
Am Dienstag zapfte Pfizer den US-Markt für Investment-Grade-Anleihen mit einem sieben-tranchigen Angebot an. Die Nachfrage war derart stark, dass das Unternehmen die Schulden zu konkurrenzfähigen Konditionen platzieren konnte. Die wichtigsten Eckdaten:
- 10-Jahres-Anleihe über 1,25 Milliarden Dollar: 75 Basispunkte über US-Staatsanleihen
- 40-Jahres-Anleihe über 500 Millionen Dollar: 100 Basispunkte über US-Staatsanleihen
- Verwendungszweck: Finanzierung des Cash-Anteils der Metsera-Übernahme
Die Transaktion zeigt: Trotz des erhöhten Zinsumfelds kann Pfizer seine Bilanzstärke ausspielen. Die erfolgreiche Platzierung kam nur Tage nach Abschluss der Metsera-Akquisition, die zwischen dem 13. und 15. November finalisiert wurde.
Metsera: Das Ass im Ärmel gegen die Konkurrenz
Mit der rund 10 Milliarden Dollar schweren Übernahme von Metsera sichert sich Pfizer Zugang zu einer vielversprechenden Pipeline von Adipositas-Behandlungen der nächsten Generation. Im Fokus stehen zwei Kandidaten: der injizierbare GLP-1-Rezeptor-Agonist MET-097i und das Amylin-Analogon MET-233i.
Die Deal-Struktur ist clever: Pfizer zahlt nicht alles sofort, sondern knüpft erhebliche Earn-out-Zahlungen an klinische Meilensteine. Das Risiko wird damit an den Erfolg der Medikamente gekoppelt – ein Signal, dass CEO Albert Bourla keine teuren Fehlinvestitionen riskieren will.
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Der Zeitpunkt ist strategisch: Während Novo Nordisk und Eli Lilly den Markt für Abnehm-Medikamente dominieren, kämpft Pfizer seit dem Ende des Corona-Booms mit schwacher Performance. Der Healthcare-Sektor lief 2024 deutlich besser als die Pfizer-Aktie. Doch mit einem erfolgreichen Obesity-Franchise könnte sich das Blatt ab 2028 dramatisch wenden.
Rechtsstreit beigelegt – Fokus auf Integration
Parallel zum Anleihe-Deal räumte Pfizer eine rechtliche Altlast vom Tisch: Zusammen mit Partner Tris Pharma einigte sich das Unternehmen auf einen Vergleich über 41,5 Millionen Dollar mit dem US-Bundesstaat Texas. Es ging um Vorwürfe bei der Herstellung und dem Vertrieb von Quillivant XR, einem ADHD-Medikament für Kinder im Medicaid-Programm. Pfizer bestritt jegliches Fehlverhalten, beseitigt aber einen regulatorischen Störfaktor.
Jetzt richtet sich der Blick nach vorn: Die Integration der Metsera-Assets steht an. Oberste Priorität hat die Weiterentwicklung von MET-097i in Phase-3-Studien. Investoren warten gespannt auf die aktualisierte Finanzprognose für 2026 – inklusive der Auswirkungen des neuen Schuldendienstes und der F&E-Kosten von Metsera.
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