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Pfizer Aktie: 6-Milliarden-Deal!

Pfizer sichert sich 6 Milliarden Dollar über Anleihen zur Finanzierung der Metsera-Akquisition und positioniert sich damit im Wettbewerb um Abnehm-Medikamente gegen Novo Nordisk und Eli Lilly.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Sieben-tranchige Anleiheemission zu günstigen Konditionen
  • Übernahme von Metsera für rund 10 Milliarden Dollar
  • Zugang zu vielversprechenden Adipositas-Therapien
  • Rechtsstreit mit Texas für 41,5 Millionen beigelegt

Der Pharma-Riese Pfizer hat gerade ein finanzielles Kraftstück hingelegt: 6 Milliarden Dollar frisches Kapital über den Anleihemarkt – und das zu erstaunlich günstigen Konditionen. Das Geld fließt direkt in die 10-Milliarden-Dollar-Übernahme von Metsera, einem vielversprechenden Entwickler von Abnehm-Medikamenten. Damit wagt Pfizer den Frontalangriff auf Novo Nordisk und Eli Lilly im boomenden Markt für Adipositas-Therapien. Kann der Corona-Profiteur damit seine schwächelnde Aktie endlich wieder in Fahrt bringen?

Anleihe-Offensive finanziert Adipositas-Coup

Am Dienstag zapfte Pfizer den US-Markt für Investment-Grade-Anleihen mit einem sieben-tranchigen Angebot an. Die Nachfrage war derart stark, dass das Unternehmen die Schulden zu konkurrenzfähigen Konditionen platzieren konnte. Die wichtigsten Eckdaten:

  • 10-Jahres-Anleihe über 1,25 Milliarden Dollar: 75 Basispunkte über US-Staatsanleihen
  • 40-Jahres-Anleihe über 500 Millionen Dollar: 100 Basispunkte über US-Staatsanleihen
  • Verwendungszweck: Finanzierung des Cash-Anteils der Metsera-Übernahme

Die Transaktion zeigt: Trotz des erhöhten Zinsumfelds kann Pfizer seine Bilanzstärke ausspielen. Die erfolgreiche Platzierung kam nur Tage nach Abschluss der Metsera-Akquisition, die zwischen dem 13. und 15. November finalisiert wurde.

Metsera: Das Ass im Ärmel gegen die Konkurrenz

Mit der rund 10 Milliarden Dollar schweren Übernahme von Metsera sichert sich Pfizer Zugang zu einer vielversprechenden Pipeline von Adipositas-Behandlungen der nächsten Generation. Im Fokus stehen zwei Kandidaten: der injizierbare GLP-1-Rezeptor-Agonist MET-097i und das Amylin-Analogon MET-233i.

Die Deal-Struktur ist clever: Pfizer zahlt nicht alles sofort, sondern knüpft erhebliche Earn-out-Zahlungen an klinische Meilensteine. Das Risiko wird damit an den Erfolg der Medikamente gekoppelt – ein Signal, dass CEO Albert Bourla keine teuren Fehlinvestitionen riskieren will.

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Der Zeitpunkt ist strategisch: Während Novo Nordisk und Eli Lilly den Markt für Abnehm-Medikamente dominieren, kämpft Pfizer seit dem Ende des Corona-Booms mit schwacher Performance. Der Healthcare-Sektor lief 2024 deutlich besser als die Pfizer-Aktie. Doch mit einem erfolgreichen Obesity-Franchise könnte sich das Blatt ab 2028 dramatisch wenden.

Rechtsstreit beigelegt – Fokus auf Integration

Parallel zum Anleihe-Deal räumte Pfizer eine rechtliche Altlast vom Tisch: Zusammen mit Partner Tris Pharma einigte sich das Unternehmen auf einen Vergleich über 41,5 Millionen Dollar mit dem US-Bundesstaat Texas. Es ging um Vorwürfe bei der Herstellung und dem Vertrieb von Quillivant XR, einem ADHD-Medikament für Kinder im Medicaid-Programm. Pfizer bestritt jegliches Fehlverhalten, beseitigt aber einen regulatorischen Störfaktor.

Jetzt richtet sich der Blick nach vorn: Die Integration der Metsera-Assets steht an. Oberste Priorität hat die Weiterentwicklung von MET-097i in Phase-3-Studien. Investoren warten gespannt auf die aktualisierte Finanzprognose für 2026 – inklusive der Auswirkungen des neuen Schuldendienstes und der F&E-Kosten von Metsera.

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Eduard Altmann

Eduard Altmann ist Finanzexperte mit über 25 Jahren Erfahrung an den globalen Finanzmärkten. Als Analyst und Autor beim VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft spezialisiert er sich auf Aktienmärkte, Gold, Silber, Rohstoffe und den Euro.

Altmann ist überzeugter Verfechter des Value-Investing und identifiziert unterbewertete Unternehmen mit hohem Wachstumspotenzial. Sein Börsendienst "Megatrend-Depot" vermittelt praxisnahe Strategien erfolgreicher Value-Investoren. Mit seinem Motto "Manage dein Vermögen selbst" inspiriert er Anleger zur eigenverantwortlichen Vermögensverwaltung.

Seine Analysen basieren auf der fortschrittlichen Gann-Strategie, die präzise Vorhersagen für Rohstoffmärkte ermöglicht. Diese technische Analysemethode kombiniert historische Daten mit Zyklusanalysen und macht seine Marktprognosen besonders treffsicher.

Durch zahlreiche Publikationen und verständliche Erklärungen komplexer Finanzthemen unterstützt Altmann sowohl Einsteiger als auch erfahrene Investoren bei fundierten Anlageentscheidungen. Seine Arbeit verbindet theoretische Expertise mit praktischen Empfehlungen für den strategischen Vermögensaufbau.