Die PFISTERER Holding AG nutzt die aktuelle Phase nach der Vorlage ihrer Halbjahreszahlen für eine intensive Kommunikation mit Investoren. Nachdem das Unternehmen am vergangenen Dienstag an der Corporate Conference von Commerzbank und ODDO BHF in Frankfurt am Main teilgenommen hat, steht bereits der nächste Termin fest: Am 23. September wird sich der Spezialist für Energieinfrastruktur auf der German Corporate Conference von Berenberg und Goldman Sachs in München präsentieren. Diese verstärkte Präsenz folgt auf eine operative Entwicklung, die zuletzt von zweistelligen Wachstumsraten geprägt war.
Intensive Investoren-Gespräche im September
Die aktuellen Roadshows dienen dazu, die strategische Ausrichtung des Unternehmens nach einem dynamischen ersten Halbjahr zu erläutern. Vor gut drei Wochen hatte PFISTERER die Zahlen für die ersten sechs Monate des Jahres 2026 vorgelegt.
In diesem Zeitraum stieg der Umsatz um 20,2 Prozent auf 256,70 Millionen Euro. Besonders die Profitabilität stach dabei hervor: Das Analysehaus GBC verwies in einer aktuellen Auswertung auf eine EBITDA-Marge von 20,1 Prozent, während das Bruttoergebnis ein Niveau von 107,77 Millionen Euro erreichte.
Obwohl der Auftragseingang im ersten Halbjahr mit 262,97 Millionen Euro unter dem Vorjahreswert von 290,22 Millionen Euro lag, bleibt die Auftragslage komfortabel. Der Bestand summierte sich zum 30. Juni auf 340,26 Millionen Euro. Medienberichten zufolge sichert dieser Puffer die Auslastung bis weit in das Geschäftsjahr 2027 hinein ab. Diese Planungssicherheit bildet das Fundament für die jüngsten Kapazitätserweiterungen des Konzerns.
Wachstumstreiber und Kapazitätsausbau
Operativ profitierte das Unternehmen in der ersten Jahreshälfte vor allem von einer starken Nachfrage in den Segmenten OHL und HVA. Geografisch erwiesen sich neben dem europäischen Kernmarkt insbesondere der Mittlere Osten, Indien und Afrika als wesentliche Wachstumstreiber. Um der globalen Nachfrage gerecht zu werden, hat PFISTERER massiv in seine Infrastruktur investiert. So wurde die Produktionskapazität am Standort in Tschechien verdreifacht.
Bereits vor rund einem Monat hatte das Unternehmen zudem den Erwerb weiterer Industrieflächen gemeldet, was die langfristigen Expansionspläne unterstreicht. Parallel zu diesen Investitionen reagierte das Management auf die operative Stärke und hob den Ausblick für das Gesamtjahr 2026 leicht an.
Diese Zuversicht stützt sich auf die anhaltend hohe Nachfrage nach Lösungen für die Energieübertragung, die im Zuge der globalen Energiewende und des Netzausbaus an Bedeutung gewinnen.
Analysten sehen deutliches Aufwärtspotenzial
Das Analysehaus GBC reagierte Ende August auf die Halbjahresbilanz und den angehobenen Ausblick mit einer Bestätigung der Kaufempfehlung. Die Experten halten an ihrem Kursziel von 115,00 Euro fest. Zur Begründung wurde das starke Wachstum in den ersten sechs Monaten sowie die verbesserte Prognosebasis herangezogen. Damit trauen die Analysten dem Papier eine erhebliche Erholung zu, nachdem der Wert seit Jahresbeginn eine negative Tendenz aufwies.
Am heutigen Montag legt die Aktie im Marktumfeld zu und notiert bei 70,55 Euro, was einem Plus von 2,8 % entspricht. Trotz dieser kurzfristigen Erholung spiegelt der Kurs die operativen Erfolge der letzten Monate noch nicht vollständig wider: Die Notierung liegt aktuell rund 38 % unter ihrem 52-Wochen-Hoch, das im Mai bei 114,60 Euro markiert wurde.
Die anstehenden Konferenzen im September bieten dem Management nun die Plattform, diese Bewertungslücke vor institutionellen Anlegern zu thematisieren.
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