Die Hauptversammlung von Petronor E P Asa hat Ende Mai grünes Licht gegeben: 3,25 norwegische Kronen je Aktie fließen an die Aktionäre. Das Geld kommt pünktlich – der heutige Montag ist der Stichtag für den Bezug der Dividende. Die Auszahlung ist für den 24. Juni vorgesehen.
Doch die Ausschüttung steht in einem auffälligen Kontrast zu den jüngsten Geschäftszahlen. Im ersten Quartal 2026 verbuchte der norwegische Ölproduzent einen Nettoverlust von 3,41 Millionen US-Dollar. Ein Jahr zuvor stand noch ein Gewinn von 1,31 Millionen in den Büchern. Gleichzeitig steigerte Petronor die Produktion auf 4.712 Barrel pro Tag – ein Plus von knapp zehn Prozent.
Warum die Zahlen auseinanderklaffen
Der Verlust ist kein Zeichen einer Krise, sondern eine Folge des Verkaufstimings. Im ersten Quartal fanden keine sogenannten Entitlement-Ölverkäufe statt. Das Öl lagerte stattdessen im Terminal in Kongo und wurde erst unmittelbar nach dem Quartalsende veräußert. Anfang April verkaufte Petronor knapp 965.000 Barrel und erlöste 112 Millionen Dollar.
Diese Summe fehlt in der Quartalsbilanz, sorgt aber für die nötige Liquidität für die aktuelle Dividende.
Die operative Effizienz lag im Quartal bei 86 Prozent – ein Rückgang um fünf Prozentpunkte. Grund war ein Separatorausfall im Februar am Feld Tchibouela. Die Reparatur lief, die Produktion hat sich inzwischen auf rund 5.100 Barrel pro Tag erholt.
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Das steht als Nächstes an
Für den Rest des Jahres setzt Petronor auf kostenintensive Wartungsarbeiten, um die Effizienz zu stabilisieren. Das nächste Infill-Bohrprogramm in der PNGF-Sud-Lizenz startet allerdings erst 2027. Das Unternehmen ist schuldenfrei, muss aber einen laufenden Rechtsstreit seiner Tochter Hemla Africa Holding im Auge behalten.
Die Aktie notiert aktuell bei 1,07 Euro – ein Minus von gut sieben Prozent am Montag. In der vergangenen Woche verlor das Papier rund 35 Prozent.
Die Dividende wird voraussichtlich am 24. Juni ausgezahlt. Voraussetzung ist die Einreichung des Jahresabschlusses 2025 beim norwegischen Handelsregister. Bis dahin bleibt die Frage, ob sich die operative Erholung in den nächsten Quartalszahlen niederschlagen wird.
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