Der brasilianische Energiekonzern Petrobras dreht weiter an der Preisschraube. Ab dem heutigen 1. Mai steigt der Preis für Flugzeugtreibstoff um 18 Prozent. Die Maßnahme trifft die heimischen Distributoren hart. Sie folgt auf einen drastischen Aufschlag von knapp 55 Prozent im April.
Ursache für den rasanten Anstieg sind die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten. Der Konflikt zwischen den USA, Israel und dem Iran verknappt das globale Angebot. Etwa ein Fünftel der weltweiten Kerosinexporte passiert die nun riskante Straße von Hormus. Raffinerien federn diese Schocks nicht länger ab. Sie geben die höheren Kosten direkt an ihre Abnehmer weiter.
Globale Verwerfungen treiben den Ölpreis
Die globalen Ölmärkte spiegeln diese Unsicherheit wider. Brent-Rohöl notiert aktuell bei rund 97 US-Dollar pro Barrel. Das liegt zwar unter dem jüngsten Höchststand, übertrifft das Vorkriegsniveau aber weiterhin deutlich. Der weltweite Durchschnittspreis für Kerosin pendelte sich laut der Luftfahrtvereinigung IATA zuletzt bei 185 Dollar je Barrel ein.
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Fluggesellschaften reagieren bereits mit gestrichenen Verbindungen und höheren Ticketpreisen. Petrobras gewährt seinen Distributoren derweil Ratenzahlungen, um die akute finanzielle Belastung abzumildern. Für den Konzern selbst bedeutet die rasche Anpassung an internationale Benchmarks vor allem eines: stabile Einnahmen im Raffinerie- und Vertriebssegment. Seit Jahresbeginn summiert sich das Kerosin-Preisplus auf weit über 80 Prozent.
Quartalszahlen und Dividende im Blick
An der Börse kommt die Preisdurchsetzungskraft gut an. Die Petrobras-Aktie ging vor dem heutigen Feiertag bei 21,85 US-Dollar aus dem Handel und notiert damit auf Rekordniveau.
Aktionäre blicken nun auf den 12. Mai. Dann präsentiert das Management die Ergebnisse für das erste Quartal in einem Webcast. Auf der Agenda steht auch die geplante Gewinnausschüttung. Für das abgelaufene Geschäftsjahr hat der Vorstand eine Gesamtdividende von rund 41 Milliarden brasilianischen Real vorgeschlagen.
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