Brasilien kämpft mit den Folgen des Iran-Konflikts auf die globalen Ölpreise — und Petrobras steht mittendrin. Die Regierung von Präsident Lula hat ein Notpaket für Dieselpreise aufgelegt, das den staatlichen Ölkonzern direkt betrifft. Gleichzeitig lieferte das Unternehmen starke Quartalszahlen und erntet frische Analysten-Aufmerksamkeit.
Das Diesel-Subventionsprogramm
Am 12. März 2026 billigte der Petrobras-Vorstand die bedingte Teilnahme an einem staatlichen Subventionsprogramm für Straßendiesel, das durch die Provisorische Maßnahme Nr. 1.340 eingeführt wurde. Die brasilianische Regierung strich die Bundessteuern PIS und Cofins auf Diesel vollständig und führte gleichzeitig eine 12-prozentige Abgabe auf Rohölexporte sowie eine 50-prozentige Abgabe auf Dieselexporte ein. Ziel ist eine Preissenkung von 0,64 Reais pro Liter.
Die Teilnahme steht noch unter Vorbehalt: Sie wird erst wirksam, wenn die brasilianische Erdölagentur ANP die notwendigen Regulierungsinstrumente veröffentlicht und analysiert hat. Petrobras betonte, dass die Programmteilnahme seine bestehende Preispolitik nicht verändert — das Unternehmen will kurzfristige Schwankungen bei internationalen Ölpreisen und Wechselkursen weiterhin nicht direkt an die Verbraucher weitergeben.
Finanzminister Fernando Haddad bestätigte, dass die Maßnahmen bis Jahresende gelten sollen — sofern der Nahost-Konflikt keine frühzeitige Lösung findet.
Starke Zahlen als Rückenwind
Unabhängig vom politischen Umfeld präsentiert sich Petrobras operativ in guter Verfassung. Das bereinigte EBITDA für Q4 2025 lag bei 59,9 Milliarden Reais und übertraf damit die Markterwartungen von 58,8 Milliarden Reais. Die durchschnittliche Tagesproduktion erreichte 2025 insgesamt 2,4 Millionen Barrel Öläquivalent — über den eigenen Zielvorgaben. Besonders auffällig: Die Ölexporte stiegen im vierten Quartal um 97 Prozent im Jahresvergleich auf Rekordniveau.
Für 2026 peilt das Unternehmen eine Tagesproduktion von 2,5 Millionen Barrel an, was einem Wachstum von 4,2 Prozent entspräche. Der Vorstand hat zudem eine Dividendenausschüttung von 8,1 Milliarden Reais (0,62 Reais je Aktie) beschlossen, zahlbar in zwei gleichen Tranchen im Mai und Juni.
Analysten ziehen nach
Goldman Sachs bestätigte sein Kaufvotum und hob das Kursziel von 13,10 auf 15,00 US-Dollar an. HSBC stufte die Aktie ebenfalls auf „Buy“ hoch und setzte das Kursziel ebenfalls bei 15,00 US-Dollar an. Über alle zwölf beobachtenden Analysten hinweg liegt das durchschnittliche Kursziel bei 14,91 US-Dollar.
Die Aktie notiert aktuell auf einem 52-Wochen-Hoch und hat seit Jahresbeginn rund 44 Prozent zugelegt — ein Kursanstieg, der die starke operative Entwicklung und das gestiegene Anlegerinteresse widerspiegelt.
Wie sich die neue Exportabgabe auf Rohöl mit den Subventionsmechanismen und Petrobras‘ Raffinerierenditen verrechnet, wird in den kommenden Wochen eine zentrale Kennzahl für Investoren sein. Das Unternehmen plant für den Zeitraum 2026–2030 Gesamtinvestitionen von 109 Milliarden US-Dollar, davon 69,2 Milliarden für Exploration und Produktion — mit klarem Fokus auf die brasilianischen Presalz-Felder.
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