Der brasilianische Ölkonzern Petrobras läuft auf Hochtouren. Kurz vor den offiziellen Quartalszahlen meldet das Staatsunternehmen neue Rekorde bei der Förderung. Die Anlagen pumpen so viel Öl an die Oberfläche wie nie zuvor. Das weckt hohe Erwartungen an die kommende Bilanz.
Im ersten Quartal 2026 erreichte die Gesamtproduktion 3,23 Millionen Barrel Öläquivalent pro Tag. Das entspricht einem Anstieg von gut 16 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Treiber dieser Entwicklung sind die sogenannten Pre-Salt-Felder vor der brasilianischen Küste. Hier nahmen zehn neue Bohrlöcher den Betrieb auf.
Raffinerien am Anschlag
Auch abseits der reinen Förderung glänzt der Konzern. Die Raffinerien arbeiten nahe an der Belastungsgrenze. Im März kletterte die Auslastung auf 97,4 Prozent. Einen so hohen Wert erreichte Petrobras seit einem Jahrzehnt nicht mehr. Die Produktion von Ölprodukten stieg im Quartalsvergleich um fast sieben Prozent.
Diese operativen Erfolge setzen die Messlatte für die anstehenden Finanzdaten hoch. Analysten rechnen mit einem Quartalsumsatz von 26,2 Milliarden US-Dollar. Der Gewinn je Aktie soll laut Schätzungen um 50 Prozent auf 93 Cent steigen.
Gewinnmitnahmen auf hohem Niveau
An der Börse sorgten die starken Vorgaben zuletzt für Gewinnmitnahmen. Auf Wochensicht verlor die Aktie rund fünf Prozent und schloss am Freitag bei 7,64 Euro. Dennoch bleibt das übergeordnete Bild extrem bullisch. Seit Jahresbeginn steht ein Kursplus von über 53 Prozent auf der Anzeigetafel.
Der Rücksetzer der vergangenen Tage markiert lediglich eine Atempause. Die Aktie notiert nur knapp unter ihrem 52-Wochen-Hoch. Liefert Petrobras bei der Bilanzvorlage die erhofften Gewinne, greifen Investoren schnell wieder zu. Enttäuschen die Margen trotz der hohen Produktion, droht ein Test der 50-Tage-Linie bei 7,42 Euro.
