Petrobras meldet für das vierte Quartal 2025 ein kräftiges Produktionswachstum – gleichzeitig bahnt sich ein neuer Rechtsstreit an. Der brasilianische Energiekonzern steigerte die Öl- und Gasförderung im Jahresvergleich um 18 Prozent. Parallel dazu hat das Singapurer Unternehmen Seatrium ein Schiedsverfahren wegen eines alten Plattformvertrags eingeleitet.
Produktion steigt deutlich
Petrobras veröffentlichte am 10. Februar seinen Produktions- und Verkaufsbericht für das Schlussquartal 2025. Die Gesamtförderung erreichte 3,11 Millionen Barrel Öläquivalent pro Tag – ein Plus von 18 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
Die heimische Ölproduktion in Brasilien kletterte um 20 Prozent auf 2,5 Millionen Barrel täglich. Besonders auffällig: Der Konzern weitete sein internationales Geschäft massiv aus. Die Exporte von Öl, Gas und Derivaten sprangen um 79 Prozent auf 1,24 Millionen Barrel pro Tag. Diese Entwicklung spiegelt die strategische Fokussierung auf die ertragreichen Vorsalzfelder wider.
Kennzahlen Q4 2025:
- Gesamtförderung: 3,11 Mio. boed (+18% YoY)
- Brasilianische Ölproduktion: 2,5 Mio. bpd (+20% YoY)
- Exportvolumen: 1,24 Mio. bpd (+79% YoY)
Schiedsverfahren in London
Am selben Tag startete Seatrium Limited über ihre Tochter Jurong Shipyard ein Schiedsverfahren gegen Petrobras Netherlands B.V. Im Zentrum steht ein 2004 geschlossener Vertrag über die Umrüstung der FPSO P-54, die im Roncador-Feld operiert.
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Der finanzielle Konflikt wurzelt in einer Einigung aus dem Jahr 2008. Seatrium fordert rund 55,7 Millionen Dollar, die Petrobras angeblich zurückgehalten hat. Der brasilianische Konzern kontert mit einer Gegenforderung über 135,3 Millionen Dollar wegen angeblicher Überzahlungen. Nach Verrechnung verlangt Petrobras die Rückzahlung von 79,6 Millionen Dollar. Das Verfahren findet nach UNCITRAL-Regeln in London statt.
Investitionen in Infrastruktur
Unabhängig vom Rechtsstreit treibt Petrobras den Ausbau seiner Lieferkette voran. Am Dienstag schrieb der Konzern die Beschaffung von 523,2 Kilometern elektro-hydraulischer Offshore-Kabel aus. Der in zwei Lose aufgeteilte Auftrag überschreitet voraussichtlich eine Milliarde Real (circa 190 Millionen Dollar).
Die Börse reagierte positiv auf die Nachrichtenlage. An der NYSE schlossen die Petrobras-Aktien am 10. Februar bei 15,33 Dollar – ein Zuwachs von 0,39 Prozent gegenüber dem Vortag. Das operative Wachstum scheint die rechtlichen Unwägbarkeiten vorerst zu überwiegen.
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