Petrobras setzt zum Wochenausklang zwei klare Akzente: Beim Thema Braskem hält der Konzern das Kapital zusammen. Gleichzeitig untermauern neue Zahlen die operative Stärke mit einer Rekordproduktion für 2025. Doch was sagt diese Kombination über die Prioritäten der Brasilianer aus?
Braskem: Vorkaufsrecht nicht genutzt
Am Freitag wurde bekannt, dass Petrobras sein Vorkaufsrecht (Right of First Refusal) im Zusammenhang mit einem möglichen Verkauf des Novonor-Anteils an Braskem nicht ausübt. Damit verzichtet der Konzern darauf, seine Position beim Petrochemie-Unternehmen auszubauen.
Für den Verkaufsprozess ist das ein wichtiges Signal: Die Gespräche zwischen Novonor und potenziellen Käufern können ohne direkte Intervention von Petrobras weiterlaufen. Braskem-Aktien reagierten darauf am Freitag spürbar.
Rekorddaten aus dem Betrieb
Parallel bestätigte Petrobras finale Produktionsdaten für das Geschäftsjahr 2025. Demnach lag die durchschnittliche jährliche Nettoproduktion bei 2,99 Millionen Barrel Öläquivalent pro Tag (boed). Das entspricht einem Plus von 11% gegenüber dem Vorjahr.
Ein wesentlicher Treiber waren die Pre-Salt-Felder. Sie machten laut Bericht im vierten Quartal rund 82% der gesamten Produktion aus. Trotz geplanter Wartungsstillstände im Jahresverlauf erreichte Petrobras zudem ein Rekordniveau bei den Exporten.
Kontext: Namibia-Ausbau
Die aktuellen Entscheidungen passen zu einem Schritt von Anfang des Monats: Am 6. Februar kündigte Petrobras den Kauf von 42,5% an Block 2613 in Namibia an. Das Tiefwasser-Projekt liegt im Lüderitz-Becken und wird gemeinsam mit TotalEnergies entwickelt.
Unterm Strich zeigt sich damit ein roter Faden: Petrobras treibt internationale Exploration voran, während der Konzern im Heimatportfolio bei Braskem auf Abstand bleibt.
Wichtige Punkte im Überblick:
– Braskem: Vorkaufsrecht beim Novonor-Anteil nicht ausgeübt (gemeldet am 13. Februar)
– Produktion 2025: 2,99 Mio. boed, +11%
– Pre-Salt: 82% der Q4-Produktion
– Namibia: 42,5% an Block 2613 (angekündigt am 6. Februar)
Als nächste Orientierung dienen vor allem die weiteren Schritte im Braskem-Verkaufsprozess sowie die Frage, ob Petrobras die hohe Pre-Salt-Dynamik auch bei laufender Wartungsplanung auf diesem Niveau stabilisieren kann.
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