Der brasilianische Energiekonzern Petrobras hat eine milliardenschwere Zahlung aus staatlichen Fördergeldern erhalten. Für Dieselverkäufe, die im Zeitraum zwischen dem 16. Juli und dem 31. Juli über ein staatliches Subventionsprogramm abgewickelt wurden, flossen dem Unternehmen 2,3 Milliarden brasilianische Real zu.
Die Zuflüsse stärken die Liquidität des Konzerns in einer Phase intensiver operativer Vorbereitungen. Neben dem laufenden Vertriebsgeschäft treibt Petrobras die Erkundung neuer Fördergebiete voran, um die künftige Ressourcenbasis zu sichern.
Erkundungsbohrungen im Foz do Amazonas
Operativ richtet sich der Blick des Konzerns auf den Jahresbeginn. Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtete, rechnet Petrobras damit, dass im Januar ein Bohrschiff in der Region Foz do Amazonas eintreffen wird. Dort sollen die Arbeiten an insgesamt drei Erkundungsbohrungen beginnen. Ziel dieses Programms ist es festzustellen, ob das dortige Vorkommen kommerziell tragfähig erschlossen und gefördert werden kann.
Parallel dazu sichert sich das Unternehmen langfristige Rohstoffströme. Nach Reuters-Informationen schloss die Marketing-Sparte von Cheniere Energy eine Vereinbarung mit Petrobras ab. Im Rahmen dieses Free-on-board-Vertrags liefert Cheniere über eine Laufzeit von 22 Jahren jährlich rund 0,8 Millionen Tonnen verflüssigtes Erdgas (LNG) an das Unternehmen.
Bilanzbereinigung und Notierung am Rekordniveau
Neben den operativen Vereinbarungen bereinigte der Konzern seine Verbindlichkeiten. Die hundertprozentige Tochtergesellschaft Petrobras Global Finance B.V. setzte den Rückzahlungspreis für 5,999-Prozent-Global-Notes mit Fälligkeit im Jahr 2028 fest. Die Tilgung für das Gesamtnennvolumen in Höhe von 1.080.945.000 US-Dollar war für den 25. September angesetzt.
An der Börse spiegeln sich die operativen Schritte und die finanzielle Entlastung in einer stabilen Kursverfassung wider. Am gestrigen Donnerstag schloss die Aktie im Handel bei 8,20 Euro, was einem Tagesplus von 0,7 Prozent entsprach. Damit notiert das Papier nur knapp unter dem tags zuvor aufgestellten 52-Wochen-Hoch von 8,27 Euro. Die Kombination aus staatlichen Mitteln, langfristigen Lieferverträgen und Schuldenabbau sorgt derzeit für ein gefestigtes Fundament.
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