Der brasilianische Ölkonzern Petrobras gibt ein klares Signal an die Kapitalmärkte. Das Unternehmen kündigte die vorzeitige Rückzahlung von Anleihen im Wert von rund 681 Millionen Dollar an. Konkret geht es um die 7,375-Prozent-Global-Notes mit Fälligkeit 2027, die über die Tochtergesellschaft PGF abgewickelt werden.
Die Abwicklung ist für den 26. Juni 2026 terminiert. Ein strategisch kluger Schachzug in einer Phase, in der Petrobras operativ auf Hochtouren läuft.
Die Aktie notierte zuletzt bei 6,45 Euro. Auf Sicht von 30 Tagen gab das Papier knapp zwölf Prozent nach. Seit Jahresbeginn steht dennoch ein Plus von rund 30 Prozent zu Buche. Der RSI von 35 signalisiert: Die Aktie nähert sich dem überverkauften Bereich.
Rekord bei der Vorsalz-Förderung
Die operative Entwicklung spricht eine andere Sprache. Im Mai 2026 steigerte Petrobras die Ölproduktion um 14 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Die Vorsalz-Förderung Brasiliens erreichte mit 3,7 Millionen Barrel pro Tag einen neuen Rekord – ein Plus von zwölf Prozent.
Inklusive Gas liegt die nationale Tagesproduktion nun bei über fünf Millionen Barrel Öläquivalent. Um diesen Output langfristig zu sichern, vergab Petrobras im Juni einen Milliardenauftrag: Rund elf Milliarden Real (2,2 Milliarden Dollar) fließen in Bau und Betrieb von vier Offshore-Versorgungsschiffen.
Die Schiffe sind für die hochproduktiven Vorsalz-Felder in den Becken von Santos und Campos vorgesehen. Finanziert wird das über langfristige Charterverträge.
Ertragsstarke Nebenprojekte
Petrobras denkt breiter. Der Konzern kündigte an, die Erdgasversorgung im Nordosten Brasiliens zu verdoppeln. Das Ziel: weniger Importabhängigkeit, niedrigere Energiekosten für die Industrie.
Parallel dazu treibt CEO Magda Chambriard den Ausbau der Düngemittelproduktion voran. Die Kapazität soll sich verdoppeln. Allein in die UFN-III-Anlage in Três Lagoas fließen mehr als fünf Milliarden Real.
Das Projekt soll bis 2028 tausende Arbeitsplätze schaffen, der Betrieb startet voraussichtlich Anfang 2029. Brasilien importiert derzeit rund 80 Prozent seines Düngemittelbedarfs – eine strategische Lücke, die Petrobras schließen will.
Ob die Aktie in den kommenden Wochen wieder an die Höchststände von 8,18 Euro anknüpfen kann, hängt maßgeblich vom Ölpreisumfeld ab. Die operative Basis dafür ist gelegt.
Petrobras-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Petrobras-Analyse vom 25. Juni liefert die Antwort:
Die neusten Petrobras-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Petrobras-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 25. Juni erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Petrobras: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
