PetMed Express gerät juristisch unter Zugzwang. Eine neue Sammelklage wegen mutmaßlicher Datenschutzverstöße überschattet die Ergebnisse der jüngsten Hauptversammlung. Während das Management strategische Schutzmaßnahmen gegen Übernahmen festigt, rückt die Veröffentlichung der nächsten Geschäftszahlen in den Fokus.
- Sammelklage: Am vorgestrigen Dienstag eingereicht, Vorwurf des unzulässigen Daten-Trackings.
- Hauptversammlung: Vorstand und Prüfer am 21. Januar im Amt bestätigt.
- Übernahmeschutz: Aktionärsrechteplan bis Dezember 2026 verlängert.
- Quartalszahlen: Veröffentlichung für den 9. Februar erwartet.
Vorwurf des Daten-Trackings
Das Unternehmen sieht sich seit vorgestern mit einer Sammelklage vor einem Bezirksgericht in Florida konfrontiert. Der Kläger wirft PetMed Express vor, eingebettete Tracking-Technologien auf der firmeneigenen Website zu nutzen, um unbefugt sensible Kundendaten zu erfassen.
Dazu gehören laut Klageschrift neben E-Mail-Adressen und Telefonnummern auch Informationen über verschreibungspflichtige Medikamente, Suchanfragen und das allgemeine Surfverhalten. In einem Marktumfeld, das zunehmend sensibel auf den Umgang mit digitalen Gesundheitsdaten reagiert, stellt dieses Verfahren ein finanzielles und reputatives Risiko dar.
Ergebnisse der Hauptversammlung
Parallel zur juristischen Entwicklung wurden die Ergebnisse der Aktionärsversammlung von vergangener Woche bekannt. Die Anteilseigner bestätigten alle fünf nominierten Vorstandsmitglieder in ihren Ämtern. Ebenso fand der beratende Vorschlag zur Vergütung der Führungskräfte eine Mehrheit von rund 8,5 Millionen Stimmen.
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Als unabhängiger Wirtschaftsprüfer für das Geschäftsjahr 2026 wurde Baker Tilly US bestellt. Mit insgesamt über 15,5 Millionen vertretenen Stimmen war die Versammlung beschlussfähig und signalisierte trotz der jüngsten Herausforderungen Rückhalt für die aktuelle Governance-Struktur.
Strategische Verteidigung und Ausblick
Bereits im Vorfeld hatte das Board den bestehenden Aktionärsrechteplan bis zum 2. Dezember 2026 verlängert. Diese Maßnahme soll unkontrollierte Anteilsaufkäufe erschweren, nachdem das Unternehmen Ende 2025 Ziel ungefragter Übernahmeangebote war. Die Unternehmensführung begründete den Schritt damit, dass der aktuelle Börsenwert den inneren Wert des Online-Apothekers nicht angemessen widerspiegele.
Wird die juristische Auseinandersetzung die operative Entwicklung nun dauerhaft bremsen? Antworten darauf dürften die am 9. Februar erwarteten Quartalszahlen liefern. Anleger werden dann besonders auf die Prognosen für das laufende Jahr sowie mögliche Rückstellungen für Rechtsrisiken achten, da der Wettbewerb im Online-Handel für Tierarzneien intensiv bleibt.
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