Die Pernod Ricard Aktie kämpft mit fundamentalen Problemen. Während das Unternehmen in Indien die Marktführerschaft übernimmt, brechen die Umsätze in den Schlüsselmärkten China und USA massiv ein. Diese strukturelle Krise lässt den Aktienkurs auf ein neues Jahrestief fallen und stellt Anleger vor die Frage, ob regionale Erfolge die globale Absatzkrise ausgleichen können.
Die Fakten im Überblick
- Schlusskurs: 73,44 € (Dienstag, 06.01.2026)
- Abstand zum 52-Wochen-Hoch: -35,14%
- Jahresperformance (12 Monate): -32,63%
- Wichtigste Kennzahl: Der Kurs hat die psychologisch wichtige Marke von 75 Euro nachhaltig unterschritten.
Regionale Erfolge, globale Rückschläge
Einziger Lichtblick ist der indische Markt. Hier hat Pernod Ricard im Geschäftsjahr 2025 den Konkurrenten Diageo als wertmäßig größten Spirituosenhersteller abgelöst. Mit einem Umsatz von rund 27.445 Crore INR und einem Nettogewinnwachstum von 8% avanciert Indien zum wichtigsten Wachstumstreiber des Konzerns.
Doch dieser regionale Erfolg wiegt die massiven Probleme in anderen Regionen nicht auf. Im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2026 brachen die organischen Erlöse in China um 27% und in den USA um 16% ein. Diese beiden Märkte sind für die Profitabilität des Unternehmens von zentraler Bedeutung.
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Analysten senken Erwartungen
Die schwache operative Dynamik hat bereits Reaktionen an der Wall Street ausgelöst. Analysten von JPMorgan haben ihr Kursziel für die Pernod Ricard Aktie deutlich auf 90 Euro gesenkt. Bemerkenswert ist, dass der aktuelle Kurs von rund 73 Euro sogar noch signifikant unter diesem bereits reduzierten Ziel liegt. Der Markt scheint ein Szenario einzupreisen, in dem sich die Nachfrage nach Premium-Spirituosen in den Kernmärkten weit langsamer erholt als erhofft.
Management setzt auf Portfolioumba
Als Reaktion auf die Krise treibt das Management von Pernod Ricard strategische Verkäufe und ein Effizienzprogramm voran. Geplant ist der Verkauf der Schaumweinmarke Mumm Napa im Frühjahr 2026. Zudem hat sich das Unternehmen bereits von der Marke Imperial Blue in Indien getrennt, um sich stärker auf das margenstarke Premium-Segment zu konzentrieren. Bis 2029 sollen durch ein umfassendes Sparprogramm insgesamt eine Milliarde Euro eingespart werden.
Diese Maßnahmen bieten jedoch kurzfristig keine Entlastung für die Aktie. Die anhaltenden Volumenrückgänge in China und den USA sowie die Kosten der Restrukturierung belasten weiterhin die Gewinnentwicklung. Die nächste Bewährungsprobe steht mit der Veröffentlichung der nächsten Quartalszahlen an, die Aufschluss darüber geben müssen, ob der Abwärtstrend in den Kernmärkten gestoppt werden kann.
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