Die globale Spirituosenindustrie hat ein massives Problem: einen Bestandsüberhang von rund 22 Milliarden Dollar. Pernod Ricard sitzt mitten in diesem Stau, der aus der Überproduktion der Boomjahre resultiert und nun auf schwächelnde Nachfrage trifft. Die Folgen sind bereits in den jüngsten Zahlen sichtbar – und belasten die Aktie des französischen Konzerns nachhaltig.
Schwäche in den Kernmärkten
Der Druck entlädt sich vor allem in den beiden wichtigsten Absatzregionen. In den USA, einem Schlüsselmarkt, brach der Umsatz im letzten Quartal um 16 Prozent ein. Grund sind umfangreiche Lagerbereinigungen der Großhändler, die ihre übervollen Bestände abbauen müssen, bevor sie neue Ware ordern. Noch dramatischer ist die Situation in China, wo ein Umsatzminus von 27 Prozent verzeichnet wurde. Hier kommen zur generellen Konsumschwäche noch Risiken durch drohende Importzölle hinzu, die das Geschäft zusätzlich belasten könnten.
Die Zahlen im Überblick:
* USA: Umsatzrückgang von 16% aufgrund von Lagerkorrekturen.
* China: Umsatzeinbruch um 27% durch schwache Nachfrage und Zollrisiken.
* Branchenproblem: Weltweiter Bestandsüberhang von etwa 22 Milliarden US-Dollar.
* Nächster Meilenstein: Veröffentlichung der Halbjahreszahlen am 19. Februar 2026.
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Analysten uneins über faire Bewertung
An der Börse notiert die Aktie mit rund 76,80 Euro nahe ihrem 50-Tage-Durchschnitt und sucht nach einer kurzfristigen Stabilisierung. Der langfristige Trend bleibt jedoch klar negativ, der Abstand zum 200-Tage-Durchschnitt bei über 12 Prozent unterstreicht den anhaltenden Abwärtstrend. Die Bewertung durch Analysten spiegelt die Unsicherheit wider: Während Jefferies das Kursziel zwar von 120 auf 110 Euro senkte, aber an einer Kaufempfehlung festhält, sieht BNP Paribas Exane den fairen Wert deutlich pessimistischer bei nur 67 Euro.
Die eigene Führungsebene hat das laufende Geschäftsjahr bereits als Übergangsphase deklariert. Die Hoffnung richtet sich auf eine Erholung in der zweiten Jahreshälfte, angetrieben durch das Cognac-Geschäft im Reisehandel. Ob diese Erwartung aufgeht, werden die kommenden Quartalszahlen zeigen müssen. Bis dahin bleibt die Aktie in einer volatilen Phase, die stark von der Entwicklung der globalen Nachfrage und der erfolgreichen Reduktion des Branchen-Bestandsüberhangs abhängt.
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