Pernod Ricard kämpft mit spürbaren Umsatzrückgängen in den USA und China, doch die Börse schöpft Hoffnung. Ein robuster Free Cashflow und ein weitreichendes Sparprogramm überzeugen die Investoren mehr als die operativen Einbußen. Kann das Unternehmen mit dieser Effizienzoffensive die Trendwende erzwingen?
Effizienz gegen Marktschwäche
Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2025/26 sank der organische Umsatz um 5,9 Prozent auf 5,25 Milliarden Euro. Vor allem die Kaufzurückhaltung in den USA und China sowie der dortige Lagerabbau der Händler belasteten das Ergebnis. Das operative Ergebnis gab in der Folge um 7,5 Prozent nach. Dennoch zeichnet sich eine Stabilisierung ab: Während die Erlöse im ersten Quartal noch um 7,6 Prozent einbrachen, verlangsamte sich der Rückgang im zweiten Jahresviertel auf 5 Prozent.
Getragen wird diese Erholung von einer anziehenden Nachfrage auf dem indischen Markt und einer Belebung im weltweiten Reise-Einzelhandel. Das Management reagiert auf die schwierige Gemengelage mit einem strikten Sparkurs. Bis zum Jahr 2029 sollen die Kosten um insgesamt eine Milliarde Euro gesenkt werden, um die operative Marge zu sichern.
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Goldman Sachs setzt auf Erholung
Ein wesentlicher Treiber für das zurückgekehrte Anlegervertrauen ist die starke Kapitalgenerierung. Der Free Cashflow stieg trotz des schwierigen Umfelds um 9,5 Prozent auf 482 Millionen Euro. Ab dem kommenden Geschäftsjahr strebt der Konzern eine Cash-Conversion-Rate von über 80 Prozent an.
Zusätzliche Unterstützung erhält der Titel durch den Einstieg eines Schwergewichts: Die Investmentbank Goldman Sachs hat indirekt eine Beteiligung von gut 5 Prozent am Unternehmen aufgebaut, was einem Marktwert von etwa 1,1 Milliarden Euro entspricht. Am Markt wird dieser Schritt als Vertrauensbeweis in die langfristige Strategie gewertet.
Die Aktie reagierte zuletzt positiv auf diese Nachrichten und schloss am Freitag bei 86,62 Euro. Damit liegt der Kurs wieder knapp über dem 200-Tage-Durchschnitt von 85,53 Euro. Seit Jahresbeginn verzeichnet der Titel ein Plus von 18,37 Prozent, was die Zuversicht der Marktteilnehmer unterstreicht. Pernod Ricard hält trotz der aktuellen Übergangsphase an seinem langfristigen Ziel eines jährlichen Umsatzwachstums zwischen 3 und 6 Prozent fest. Das Erreichen dieser Marken wird maßgeblich davon abhängen, wie schnell die angekündigten Kosteneinsparungen greifen und ob sich die Kernmärkte in Übersee weiter stabilisieren.
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