Der Softdrink-Riese wagt sich an sein bislang mutigstes Experiment: Gesunde Cola – und das unter dem Kultlabel Pepsi. Was wie ein Widerspruch klingt, könnte das Comeback des angeschlagenen Konzerns einleiten. Denn während Rivale Coca-Cola wächst, kämpft PepsiCo mit schrumpfenden Verkaufszahlen. Kann ausgerechnet Ballaststoff-Cola die Wende bringen?
Ballaststoffe treffen auf Zuckerbomben
Am Black Friday startete PepsiCo mit „Pepsi Prebiotic Cola“ die größte Produktoffensive seit zwei Jahrzehnten. Die neue Linie – zunächst exklusiv über Amazon und Walmart.com – kombiniert den klassischen Cola-Geschmack mit deutlich reduziertem Zucker und zugesetzten präbiotischen Ballaststoffen. Zwei Sorten sind verfügbar: „Original Cola“ und „Cherry Vanilla“.
Der Zeitpunkt ist strategisch gewählt. PepsiCo reagiert damit auf einen massiven Trend: Konsumenten wandern ab zu funktionalen Getränken, die nicht nur schmecken, sondern auch einen gesundheitlichen Mehrwert versprechen. Mit der Übernahme der Prebiotic-Marke Poppi hatte der Konzern bereits vorgesorgt – doch jetzt geht man aufs Ganze und setzt die Kern-Marke Pepsi selbst ins Rennen.
Die Rechnung ist einfach:
* Klassische Cola-Fans sollen nicht vergrault werden – deshalb bleibt Pepsi Classic im Sortiment
* Gesundheitsbewusste Käufer bekommen eine Alternative ohne auf den Geschmack zu verzichten
* Der boomende Markt für „Better-for-You“-Limonaden wird direkt attackiert, statt ihn Startups zu überlassen
Wall Street zeigt Daumen nach oben
Die Reaktion ließ nicht lange auf sich warten. Am Samstag stufte das Analysehaus Wall Street Zen die Aktie von „Hold“ auf „Buy“ hoch. Die Begründung: PepsiCo beweise Innovationskraft genau in dem Moment, in dem sie dringend gebraucht wird.
Denn die jüngsten Zahlen waren ernüchternd. Während Coca-Cola Volumenwachstum meldete, musste PepsiCo in Nordamerika Absatzrückgänge hinnehmen. CEO Ramon Laguarta hat deshalb einen radikalen Umbau eingeleitet – Kostenkürzungen, Straffung des Sortiments und gezielte Innovation. Die Prebiotic-Cola ist das Aushängeschild dieser Strategie.
Trotz der Herausforderungen bleibt PepsiCo ein Dividenden-Champion. Die nächste Quartalsdividende von 1,42 Dollar je Aktie wird am 5. Dezember 2025 ex Dividende gehandelt – ein Signal an Einkommensinvestoren, dass der Konzern finanziell stabil bleibt.
Jetzt kommt es auf die Verkaufszahlen an
Der wahre Test steht noch bevor. Der digitale Verkaufsstart ist nur der Auftakt. Für Anfang 2026 plant PepsiCo die massive Ausrollung in den stationären Handel. Gelingt das, könnte bereits das erste Quartal 2026 deutliche Umsatzimpulse liefern.
Anleger sollten die Verkaufsdaten der kommenden Wochen genau verfolgen. Schlägt das Produkt ein, dürfte die Aktie die psychologisch wichtige Marke von 150 Dollar zurückerobern. Die nächsten Quartalszahlen im Februar 2026 werden dann zeigen, ob aus dem Marketing-Coup auch ein finanzieller Erfolg wird.
Pepsi-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Pepsi-Analyse vom 29. November liefert die Antwort:
Die neusten Pepsi-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Pepsi-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 29. November erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Pepsi: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
