PepsiCo kappt die Gewinnprognose für 2026, und trotzdem greifen Anleger vorbörslich zu. Der Grund: Das dritte Quartal fiel besser aus, als der Markt befürchtet hatte. Das Problem liegt weiter im Heimatmarkt.
Schwaches Heimatgeschäft drückt den Ausblick
Der bereinigte Gewinn je Aktie soll währungsbereinigt nur noch um 1 bis 2 Prozent steigen. Zuvor hatte der Konzern ein Wachstum am unteren Ende der Spanne von 4 bis 6 Prozent in Aussicht gestellt. Konzernchef Ramon Laguarta begründet die Korrektur mit steigenden Kosten.
Vor allem Nordamerika enttäuscht. „Unser Geschäft in Nordamerika hat sich schlechter entwickelt als erwartet und bietet erhebliches Verbesserungspotenzial“, sagte Laguarta. Die Konsumfreude der Verbraucher lässt nach, zugleich verteuert sich die Produktion.
Im Februar hatte PepsiCo bereits die Preise für bestimmte mittelgroße Tüten seiner wichtigsten Snackmarken gesenkt, um den Absatz anzukurbeln. Weitere Kostensenkungen sind identifiziert und sollen in den kommenden Monaten umgesetzt werden.
Ausland und Zukäufe stützen das Quartal
Im dritten Quartal stiegen die Erlöse um knapp 6 Prozent auf 25,3 Milliarden Dollar. Allerdings halfen Zukäufe und Wechselkurse kräftig mit. Organisch blieb ein Plus von gut 3 Prozent.
Getragen wurde das Wachstum von Lateinamerika, Asien-Pazifik und der Region Europa, Naher Osten und Afrika. Der operative Kerngewinn legte um 3 Prozent auf fast 4,3 Milliarden Dollar zu.
Der bereinigte Gewinn je Aktie erhöhte sich um 2 Prozent auf 2,34 Dollar. Analysten hatten weniger erwartet.
Aktie legt vorbörslich zu
Die Aktie stieg im vorbörslichen US-Handel zeitweise um rund 2,6 Prozent auf etwa 127 Dollar. Offenbar werten Marktteilnehmer die Zahlen als Zeichen, dass die Schwäche eingepreist war.
Die gesenkte Prognose zeigt jedoch, dass die Erholung im größten Markt des Konzerns länger dauert als geplant. Ob die angekündigten Sparmaßnahmen in den kommenden Monaten greifen, entscheidet darüber, ob PepsiCo die gesenkte Spanne von 1 bis 2 Prozent Gewinnwachstum im Gesamtjahr erreicht.
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