Die Aktie des Zahlungsdienstleisters PayPal kämpft weiterhin mit einem hartnäckigen Abwärtstrend, der den Börsenwert in den letzten zwölf Monaten massiv gedrückt hat. Doch das Management setzt nun auf eine Flucht nach vorn: Durch hochkarätige Partnerschaften mit Microsoft und Paychex soll das Ruder herumgerissen werden. Investoren stehen vor der Frage, ob diese strategische Neuausrichtung ausreicht, um die Wachstumssorgen der Wall Street zu zerstreuen.
Offensive gegen die Marktskepsis
Um die negative Stimmung zu drehen, setzt PayPal auf aggressive Produktinnovationen. Im Zentrum steht dabei die im Januar 2026 verkündete Kooperation mit Microsoft. Durch die Integration des „Copilot Checkout“ will PayPal Künstliche Intelligenz nutzen, um Einkaufsprozesse zu straffen und sich im zunehmend KI-gesteuerten E-Commerce als unverzichtbar zu positionieren.
Parallel dazu zielt eine Partnerschaft mit Paychex auf den Bereich „Financial Wellness“ ab, indem sie Arbeitnehmern einen früheren Zugriff auf ihre Löhne ermöglicht. Diese Maßnahmen sollen nicht nur das Produktportfolio diversifizieren, sondern auch neue Einnahmequellen abseits der klassischen Transaktionsgebühren erschließen. Marktbeobachter sehen darin einen notwendigen Schritt, um im harten Wettbewerb mit anderen Fintechs zu bestehen.
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Bewertung lockt, Profis zögern
Trotz der operativen Fortschritte bleibt die Marktbewertung vorsichtig. Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von rund 11,7 erscheint das Papier im historischen Vergleich zwar günstig, doch spiegelt dieser Abschlag auch die Skepsis bezüglich des künftigen Wachstums wider. Ein Umsatzplus im einstelligen Prozentbereich reicht vielen Investoren im Tech-Sektor nicht aus, um höhere Bewertungskennzahlen zu rechtfertigen. Dies zeigt sich auch im Kursverlauf: Auf Sicht von zwölf Monaten verlor die Aktie gut 32 Prozent an Wert.
Auch Analysten halten sich mit Euphorie zurück. Experten der Citi und von Jefferies bestätigten am 10. Januar ihre „Hold“-Ratings mit einem Kursziel von 60 USD, was kaum Aufwärtspotenzial vom aktuellen Niveau um 57 USD bietet. Das Bild bei den institutionellen Anlegern ist uneinheitlich: Während einige Adressen wie Spire Wealth Management ihre Positionen zuletzt deutlich ausbauten, reduzierten andere ihre Bestände. Dass Insider wie Aaron Webster Ende 2025 Aktien verkauften, werten Marktteilnehmer zudem als Signal fehlender interner Überzeugung.
Fazit
Die Diskrepanz zwischen der optisch günstigen Bewertung und den operativen Herausforderungen prägt das aktuelle Bild. Neben dem Wettbewerbsdruck belasten Berichte über neue Betrugsmaschen das Vertrauen. Der Erfolg der neuen KI-Initiativen mit Microsoft wird im ersten Quartal 2026 der entscheidende Gradmesser sein, ob PayPal sich nachhaltig aus dem Abwärtstrend befreien kann.
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