Der US-Zahlungsdienstleister PayPal versucht, sich im zunehmend harten Wettbewerb neu zu positionieren. Während der Aktienkurs seit Jahresbeginn deutlich unter Druck steht, kündigte das Unternehmen nun eine strategische Übernahme an, um im Bereich des KI-gestützten Handels Fuß zu fassen. Mit dem Kauf des israelischen Startups Cymbio will der Konzern seine Händler direkt in die Ära des sogenannten „Agentic Commerce“ führen.
Expansion in den KI-Handel
Im Zentrum der Akquisition steht die Plattform Cymbio aus Tel Aviv, deren Technologie künftig in PayPals „Store Sync“-Dienst integriert werden soll. Das Ziel ist ehrgeizig: Millionen von Händlern sollen dadurch auf führenden KI-Plattformen sichtbar und buchbar werden. Bereits jetzt bestehen Integrationen mit Microsoft Copilot und Perplexity, Erweiterungen auf OpenAIs ChatGPT und Googles Gemini sind geplant.
Obwohl der genaue Kaufpreis nicht genannt wurde, wird das Volumen der Transaktion auf einen dreistelligen Millionenbetrag geschätzt. Namhafte Marken wie Abercrombie & Fitch nutzen den Dienst bereits, um ihre Produkte kanalübergreifend anzubieten. PayPal setzt darauf, dass KI-Assistenten künftig eine zentrale Rolle beim Online-Shopping spielen werden und sichert sich mit dem Kauf die nötige Infrastruktur.
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Chartbild bleibt angespannt
Trotz der strategischen Neuigkeiten kämpft die Aktie weiterhin mit technischem Gegenwind. Zwar reagierten Anleger am Donnerstag zunächst positiv, doch das übergeordnete Bild bleibt trübe. Der Kurs notiert aktuell bei 48,64 Euro und damit signifikant unter den wichtigen 50- und 200-Tage-Linien. Mit einem Verlust von über 16 Prozent seit Jahresanfang (YTD) entwickelt sich das Papier schwächer als der breite Markt und die direkte Branchenkonkurrenz.
Fundamentaldaten und Analystenstimmen
Fundamental betrachtet erscheint die Bewertung mittlerweile moderat. Mit einem geschätzten KGV von etwa 11,5 und einem massiven Kursrückgang über die letzten zwölf Monate (-43,53 Prozent) argumentieren einige Marktbeobachter, dass das Papier unterbewertet sei. Die jüngsten Quartalszahlen stützen diese These teilweise: Im dritten Quartal 2025 übertraf PayPal die Gewinnerwartungen um über 12 Prozent.
Die Analystengemeinde bleibt dennoch gespalten. Während zwölf Experten weiterhin zum Kauf raten, dominiert mit 24 Stimmen das „Hold“-Lager. Zuletzt passten Häuser wie Piper Sandler und President Capital ihre Kursziele zwar leicht nach unten an, sehen aber weiterhin Potenzial deutlich über dem aktuellen Kursniveau. Die Übernahme von Cymbio markiert nun PayPals klaren Versuch, durch technologische Innovation den langfristigen Abwärtstrend zu stoppen und neues Wachstum zu generieren.
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