Anfang Februar 2026 verlor PayPal an einem einzigen Handelstag rund 9 Milliarden Dollar an Börsenwert. Schwache Quartalszahlen, ein abrupter CEO-Wechsel und zurückgezogene Mittelfristziele lösten den Absturz aus. Nun kommt eine neue Belastung hinzu: Am 13. März reichten mehrere Anwaltskanzleien gleichzeitig Wertpapier-Sammelklagen gegen das Unternehmen ein.
Die Lawinen-Auslösung: Q4 2025
Die Klagen beziehen sich auf den Zeitraum zwischen Februar 2025 und Februar 2026. Der Vorwurf: PayPal-Verantwortliche sollen Anleger mit irreführenden Aussagen über Umsatzwachstum und Geschäftsaussichten getäuscht haben — und dabei Risiken durch Saisonalität und makroökonomische Schwankungen heruntergespielt haben.
Der konkrete Auslöser war der Quartalsbericht vom 3. Februar 2026. PayPal verfehlte mit einem Quartalsumsatz von 8,68 Milliarden Dollar die Analystenerwartungen von 8,80 Milliarden. Noch beunruhigender war der Einbruch im Kerngeschäft: Das Zahlungsvolumen im Branded Checkout wuchs nur noch um 1 Prozent — nach 5 Prozent im Vorquartal. Gleichzeitig zog PayPal seine Finanzziele für 2027 zurück, die erst ein Jahr zuvor kommuniziert worden waren.
An diesem Tag fiel die Aktie um gut 20 Prozent.
CEO-Wechsel mitten in der Krise
Parallel zu den schwachen Zahlen trennte sich PayPal von CEO Alex Chriss. Als Nachfolger wurde Enrique Lores, bisher Chef von HP, berufen — mit Wirkung zum 1. März 2026. Der Verwaltungsrat begründete den Schritt damit, dass Tempo und Umsetzung unter Chriss nicht den Erwartungen entsprochen hätten.
Lores übernimmt ein Unternehmen unter erheblichem Druck. Neben den Klagen und dem Kursverlust wurde PayPal auch aus dem S&P 100 entfernt.
Analysten bleiben vorsichtig
Die Reaktion der Analysten fiel entsprechend aus. Canaccord Genuity bestätigte zwar seine Hold-Einstufung, kappte das 12-Monats-Kursziel aber drastisch von 100 auf 42 Dollar. Über alle 45 von MarketBeat erfassten Analysten hinweg ergibt sich ein Konsens-Kursziel von 59,03 Dollar bei ebenfalls mehrheitlichem Hold-Rating.
Strategische Initiativen als Gegengewicht
PayPal versucht, mit neuen Partnerschaften Boden gutzumachen. Eine Kooperation mit OpenAI soll KI-gestütztes Checkout in ChatGPT ermöglichen. Gemeinsam mit Sabre und Mindtrip plant das Unternehmen für das zweite Quartal 2026 eine KI-gestützte Reiseplattform.
Ob diese Initiativen ausreichen, um das Vertrauen der Anleger zurückzugewinnen, hängt maßgeblich davon ab, ob Lores das Wachstum im Branded Checkout stabilisieren kann — jenem Segment, das zuletzt am stärksten enttäuscht hat. Die Aktie notiert aktuell rund 27 Prozent unterhalb ihres 200-Tage-Durchschnitts und spiegelt damit die tiefe Skepsis des Marktes wider.
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