PayPal steuert operativ gegen, doch der Aktienkurs kennt weiter nur eine Richtung: abwärts. Während der Zahlungsdienstleister mit der Übernahme von Cymbio seine KI-Präsenz massiv ausbauen will, notiert das Papier in unmittelbarer Nähe des 52-Wochen-Tiefs. Die Diskrepanz zwischen strategischer Neuausrichtung und der harschen Realität am Chart wird immer größer, da Investoren offensichtlich grundlegende Zweifel am Geschäftsmodell hegen.
KI-Offensive gegen den Bedeutungsverlust
Um den Anschluss im rasanten Wandel des E-Commerce nicht zu verlieren, kündigte PayPal am 22. Januar die Übernahme der israelischen Plattform Cymbio an. Der strategische Hintergedanke ist deutlich: PayPal will tief in den sogenannten „Agentic Commerce“ vordringen. Durch die Technologie von Cymbio sollen Händler ihre Produkte nahtlos auf führenden KI-Plattformen wie Microsoft Copilot, Perplexity und bald auch ChatGPT platzieren können.
Für PayPal ist dieser Schritt mehr als nur eine technische Erweiterung. Es ist der Versuch, im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz relevant zu bleiben, bevor traditionelle Checkout-Prozesse obsolet werden. Die Transaktion soll in der ersten Jahreshälfte 2026 abgeschlossen sein.
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Anleger bleiben extrem skeptisch
Trotz dieser zukunftsorientierten Meldung spiegelt der Kursverlauf tiefes Misstrauen wider. Die Aktie hat allein in den letzten sieben Tagen über 15 Prozent an Wert verloren und schloss am Freitag bei 48,01 Euro. Mit einem Minus von rund 44 Prozent auf Sicht von zwölf Monaten gehört der Titel zu den Sorgenkindern im Tech-Sektor.
Die Gründe für diesen Pessimismus sind fundamentaler Natur. Der Markt sorgt sich um erodierende Margen und die schwindende Preissetzungsmacht in einem immer härter umkämpften Umfeld. Konkurrenten wie Apple Pay und neue Fintech-Disruptoren setzen das klassische Geschäftsmodell unter Druck. Dass die Aktie trotz eines niedrigen Kurs-Gewinn-Verhältnisses (KGV) von etwa 10 weiter fällt, deutet darauf hin, dass viele Marktteilnehmer dies als „Value Trap“ interpretieren – eine günstige Bewertung, die weiter sinkende Gewinne vorwegnimmt.
Zahlenvorlage als nächster Meilenstein
Das Stimmungsbild an der Wall Street bleibt indes gespalten. Während einige Analysten ihre Kursziele senkten, sehen andere im aktuellen Niveau eine Kaufgelegenheit und verweisen auf das Aufwärtspotenzial zum durchschnittlichen Kursziel. Klarheit über die finanzielle Verfassung wird der 3. Februar 2026 bringen, wenn PayPal die Ergebnisse für das vierte Quartal und das Gesamtjahr vorlegt. Analysten erwarten hier einen Umsatzanstieg von etwa 6 Prozent für das laufende Jahr, was zeigen wird, ob die Wachstumsstory noch intakt ist.
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