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PayPal Aktie: Tägliche Marktentwicklung

Morgan Stanley stuft PayPal massiv ab, während große Investoren die Schwächephase für antizyklische Käufe nutzen. Die Aktie notiert nahe ihrem Jahrestief.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Radikales Downgrade und Kurszielkürzung durch Morgan Stanley
  • Institutionelle Investoren bauen im schwachen Quartal Positionen aus
  • Aktie notiert deutlich unter allen wichtigen Chart-Durchschnitten
  • Fundamentaldaten zeigen überraschendes Gewinnwachstum im letzten Quartal

PayPal startet schwach ins neue Jahr. Während die Aktie nahe ihrem 52-Wochen-Tief notiert, verschärft ein frisches Downgrade der Investmentbank Morgan Stanley den Abwärtsdruck. Gleichzeitig nutzen große institutionelle Investoren die Schwäche zum Einstieg. Was steckt hinter dieser Diskrepanz?

Morgan Stanley senkt radikal

Die Belastung kommt von unerwarteter Seite: Morgan Stanley stuft PayPal zum Jahresbeginn 2026 auf „Underweight“ herab und kappt das Kursziel drastisch auf 51 US-Dollar. Das impliziert weiteres Abwärtspotenzial von rund 12 Prozent.

Diese pessimistische Haltung steht im klaren Widerspruch zum breiten Analystenkonsens. Von 40 beobachtenden Analysten sehen 22 die Aktie aktuell neutral, 14 raten zum Kauf. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 78,29 US-Dollar – also deutlich über dem Morgan-Stanley-Szenario. Die Spanne der Einschätzungen reicht von 51 bis 101 US-Dollar.

Institutionelle setzen Gegensignal

Während Analysten skeptisch werden, haben einzelne große Asset Manager im dritten Quartal 2025 ihre Positionen massiv ausgebaut:

  • Merit Financial Group stockte um 15,5 Prozent auf und hält nun Anteile im Wert von etwa 11,06 Millionen US-Dollar
  • Boston Trust Walden stieg neu ein mit einem Paket von rund 4,21 Millionen US-Dollar
  • Cwm LLC erhöhte den Anteil um 31,6 Prozent

Diese antizyklischen Käufe deuten darauf hin, dass erfahrene Investoren das aktuelle Bewertungsniveau – mit einem KGV von etwa 11,7 – als Chance sehen. Die fundamentalen Zahlen liefern dafür eine gewisse Basis: Im dritten Quartal 2025 übertraf PayPal mit einem Gewinn je Aktie von 1,34 US-Dollar die Erwartungen von 1,20 US-Dollar. Der Umsatz stieg um 7,3 Prozent auf 8,42 Milliarden US-Dollar.

Charttechnik bleibt angeschlagen

Technisch gesehen ist das Bild eindeutig negativ. Die Aktie notiert deutlich unter allen wichtigen gleitenden Durchschnitten. Der 200-Tage-Durchschnitt bei 68,01 US-Dollar fungiert als massive Widerstandszone, auch der 50-Tage-Schnitt bei 63,48 US-Dollar liegt klar darüber.

Der RSI steht bei 34,49 und nähert sich damit der überverkauften Zone. Interessant: Im Optionshandel dominieren Put-Optionen mit einem Anteil von 30 Prozent am Gesamtvolumen. Besonders auffällig war ein Trade über 7.000 Put-Kontrakte mit Strike bei 50 US-Dollar, fällig im Februar 2026. Einzelne Marktteilnehmer positionieren sich also für einen möglichen Test der 50-Dollar-Marke.

Prognose steht

Für das Gesamtjahr 2025 peilt PayPal einen Gewinn je Aktie zwischen 5,35 und 5,39 US-Dollar an. Im vierten Quartal werden 1,27 bis 1,31 US-Dollar erwartet. Die quartalsweise Dividende von 0,14 US-Dollar entspricht einer Jahresrendite von etwa 1,0 Prozent.

Entscheidend wird nun, ob die Unterstützung am 52-Wochen-Tief bei 55,85 US-Dollar hält. Sollte Morgan Stanley mit seiner pessimistischen Einschätzung recht behalten, wäre der Weg in Richtung 51 US-Dollar frei. Die institutionellen Käufer setzen dagegen auf eine Erholung und sehen im aktuellen Niveau eine Einstiegschance.

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Eduard Altmann

Eduard Altmann ist Finanzexperte mit über 25 Jahren Erfahrung an den globalen Finanzmärkten. Als Analyst und Autor beim VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft spezialisiert er sich auf Aktienmärkte, Gold, Silber, Rohstoffe und den Euro.

Altmann ist überzeugter Verfechter des Value-Investing und identifiziert unterbewertete Unternehmen mit hohem Wachstumspotenzial. Sein Börsendienst "Megatrend-Depot" vermittelt praxisnahe Strategien erfolgreicher Value-Investoren. Mit seinem Motto "Manage dein Vermögen selbst" inspiriert er Anleger zur eigenverantwortlichen Vermögensverwaltung.

Seine Analysen basieren auf der fortschrittlichen Gann-Strategie, die präzise Vorhersagen für Rohstoffmärkte ermöglicht. Diese technische Analysemethode kombiniert historische Daten mit Zyklusanalysen und macht seine Marktprognosen besonders treffsicher.

Durch zahlreiche Publikationen und verständliche Erklärungen komplexer Finanzthemen unterstützt Altmann sowohl Einsteiger als auch erfahrene Investoren bei fundierten Anlageentscheidungen. Seine Arbeit verbindet theoretische Expertise mit praktischen Empfehlungen für den strategischen Vermögensaufbau.

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