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Symbolbild, KI-generiert

PayPal Aktie: Stripe und Advent scheitern

Nach gescheiterten Übernahmegesprächen gerät PayPal unter Druck. Solide Quartalsdaten treffen auf Konkurrenzsorgen und unterschiedliche Kursziele.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Übernahmegespräche ohne Ergebnis beendet
  • Aktienkurs fällt am Freitag zwölf Prozent
  • Zahlungsvolumen wächst im zweiten Quartal
  • Analysten bewerten Perspektiven unterschiedlich

Der heftige Ausverkauf der PayPal-Aktie zum Ende der vergangenen Handelswoche hat die Debatte um die fundamentale Bewertung des Zahlungsdienstleisters neu entfacht.

Nachdem die Verhandlungen über eine mögliche Übernahme durch ein Konsortium um Stripe und Advent International ohne Ergebnis blieben, rückt nun die operative Neuausrichtung unter CEO Enrique Lores in den Fokus der Anleger. Während Skeptiker vor einer „Value-Falle“ warnen, sehen Optimisten in dem deutlich reduzierten Kursniveau eine Einstiegschance.

Diskrepanz bei der Unternehmensbewertung

Das gescheiterte Übernahmeangebot verdeutlicht die Kluft zwischen der internen Einschätzung des Managements und der aktuellen Marktwahrnehmung. Stripe und Advent hatten Berichten zufolge rund 53 Milliarden US-Dollar geboten, was einem Preis von 60,50 US-Dollar pro Aktie entsprochen hätte. PayPal lehnte diese Offerte jedoch als zu niedrig ab. Zum Vergleich: Im Jahr 2021 wurde das Unternehmen noch mit rund 360 Milliarden US-Dollar bewertet.

Die Marktreaktion auf das Ende der Gespräche war drastisch. Am Freitag brach der Kurs um 12 Prozent ein und ging bei 46,31 Euro aus dem Handel. Damit weitete sich der Abstand zum 52-Wochen-Hoch auf 35 Prozent aus.

Diese Entwicklung spiegelt die Sorge der Investoren wider, dass ohne einen externen Käufer der Weg zu einer schnellen Wertsteigerung versperrt bleibt, während der Wettbewerbsdruck durch Anbieter wie Apple Pay, Google Pay und Klarna stetig zunimmt.

Transformation und operative Kennzahlen

Trotz der Kursturbulenzen treibt Enrique Lores, der seit März dieses Jahres als CEO fungiert, die Transformation des Konzerns voran. Sein Fokus liegt auf einer strikten Kostendisziplin und der Steigerung der operativen Effizienz.

In den bereits vor rund einem Monat veröffentlichten Zahlen zum zweiten Quartal zeigte PayPal durchaus resiliente Züge: Der Umsatz stieg um 5 Prozent auf 8,68 Milliarden US-Dollar, während das gesamte Zahlungsvolumen (TPV) um 10 Prozent auf knapp 486,5 Milliarden US-Dollar zulegte.

Besonders die Tochtermarke Venmo bleibt ein Wachstumstreiber. Das dortige Zahlungsvolumen kletterte um 14 Prozent, während der Bereich „Pay with Venmo“ sogar ein Plus von 44 Prozent verzeichnete. Dennoch bleibt die Transaktionsmarge ein wunder Punkt. Sie legte zuletzt nur leicht auf 3,9 Milliarden US-Dollar zu, was den intensiven Preiskampf in der Branche unterstreicht.

Analysten uneins über die weitere Richtung

Die Einschätzungen der Expertenhäuser gehen nach dem Kursrutsch weit auseinander. Die Analysten von Mizuho zeigten sich zurückhaltend und senkten ihr Kursziel auf 51 US-Dollar bei einer neutralen Einstufung. Sie verwiesen auf die starke Konkurrenz im E-Commerce-Checkout, wo PayPal in Märkten wie Deutschland zwar noch rund 30 Prozent Marktanteil hält, aber zunehmend unter Druck gerät.

Im Gegensatz dazu bewerten andere Marktbeobachter die Situation deutlich optimistischer. Die Plattform TIKR beziffert das Kursziel auf rund 92 US-Dollar, und auch das US-Anlegermagazin Barron’s signalisierte Vertrauen in die Strategie von Lores.

Mit einem erwarteten Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von etwa 10 für das kommende Jahr notiert die Aktie auf einem historisch niedrigen Niveau. Anleger stehen nun vor der Frage, ob die eingeleiteten Kostensenkungen und die Prognoseanhebung für das Gesamtjahr 2026 ausreichen, um den Abwärtstrend nachhaltig zu stoppen.

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