PayPal ruht sich nicht aus. Am Dienstag kündigte der Zahlungsdienstleister gleich zwei strategische Maßnahmen an, um seine Infrastruktur zu stärken und im europäischen Markt Fuß zu fassen. Während Analysten weiterhin Schwächen im klassischen Checkout-Geschäft diskutieren, setzt das Unternehmen nun gezielt auf neue Technologien und Partnerschaften, um die Abhängigkeit von reinen Online-Zahlungen zu verringern.
Investition in technologische Unabhängigkeit
Im Zentrum der aktuellen Entwicklung steht eine Beteiligung an dem Amsterdamer Fintech Klearly. PayPal führte eine Serie-A-Finanzierungsrunde über 14 Millionen US-Dollar an. Das Ziel ist klar definiert: Der US-Konzern sichert sich Zugang zu einer softwarebasierten „Tap to Pay“-Technologie. Diese ermöglicht es Händlern, Zahlungen direkt über Smartphones oder Tablets zu akzeptieren, ohne auf teure, dedizierte Hardware-Terminals angewiesen zu sein.
Dieser Schritt markiert einen strategischen Vorstoß in den physischen Einzelhandel Europas. Anstatt eigene Hardware zu entwickeln, integriert sich PayPal über Klearly in die bestehende Infrastruktur der Händler. Ergänzt wird diese Offensive durch den Ausbau der langjährigen Partnerschaft mit der Deutschen Bank. Diese Kooperation zielt darauf ab, die Abwicklung von Händlerzahlungen in den USA, Europa und im asiatisch-pazifischen Raum effizienter und widerstandsfähiger zu gestalten.
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Marktumfeld und regulatorische Entlastung
Die operativen Weichenstellungen erfolgen in einer für den Aktienkurs schwierigen Phase. Auf Sicht von 12 Monaten steht ein Minus von rund 33 Prozent zu Buche. Analysten, darunter zuletzt Vertreter einer Großbank, stuften das Papier herab und begründeten dies mit Bedenken hinsichtlich des Wachstums im wichtigen „Branded Checkout“-Segment. Auch Daiwa Capital passte am Dienstag das Kursziel an die neuen Realitäten an.
Positive Nachrichten gab es hingegen von der Regulierungsseite: Die US-Steuerbehörde IRS hat die Meldegrenze für das Steuerjahr 2025 bei den bisherigen 20.000 US-Dollar belassen. Dies erspart Millionen von Gelegenheitsverkäufern und Nutzern der Plattform einen erheblichen bürokratischen Aufwand, der bei einer Absenkung der Schwelle gedroht hätte.
Der Fokus der Anleger verschiebt sich nun auf den 3. Februar 2026. An diesem Datum wird PayPal voraussichtlich die Ergebnisse für das abgelaufene Quartal vorlegen. Der Markt erwartet einen Gewinn je Aktie von etwa 1,29 US-Dollar, wobei die Zahlen Aufschluss darüber geben werden, ob die Transformation unter CEO Alex Chriss bereits messbare finanzielle Erfolge liefert.
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