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PayPal Aktie: Sentiment dreht

PayPals Aktie verliert in Europa deutlich und testet Jahrestiefs. Institutionelle Verkäufe und frische Analystenabstufungen belasten den Kurs, obwohl der Markt für Zahlungssoftware wächst.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Kursverlust in Europa um rund zwei Prozent
  • Analysten senken Kursziele und Wachstumsprognosen
  • Markt für Zahlungssoftware zeigt starkes Wachstumspotenzial
  • Nächster Fokus liegt auf Quartalszahlen Anfang Februar

Die PayPal-Aktie startet schwach in die neue Woche. Verkäufe institutioneller Investoren und frische Abstufungen von Analysten belasten den Kurs, während das Papier in Europa an sein 52‑Wochen‑Tief heranrutscht. Parallel dazu deuten neue Marktdaten auf strukturelles Wachstum im Umfeld digitaler Zahlungssoftware hin – reichen diese Perspektiven, um die aktuelle Schwächephase mittelfristig zu relativieren?

Institutionelle Verkäufe und Kursdruck in Europa

Heute wurde bekannt, dass Wedgewood Partners seine Position in PayPal reduziert hat. Diese Bewegung fällt in eine ohnehin angespannte Phase für die Aktie.

Wichtige Punkte im Überblick:
– Positionsabbau durch Wedgewood Partners
– Kursrückgang in Europa um rund 2 %
– Test der 52‑Wochen‑Tiefs
– Langfristiger Wachstumstrend im Payment‑Software-Markt

Da die US-Börsen heute wegen des Martin-Luther-King-Feiertags geschlossen bleiben, zeigt vor allem der Handel in Europa das aktuelle Stimmungsbild.

Auf Xetra gab der Kurs am Nachmittag um etwa 2,31 % auf 47,97 Euro nach (Stand 17:35 Uhr) und testete damit das 52‑Wochen‑Tief. Auf Tradegate lag das Minus am Abend bei rund 1,60 % auf 48,26 Euro (Stand 20:01 Uhr). Der Titel steht damit technisch unter Druck, ein stabiler Boden ist vorerst nicht in Sicht.

Wachstumsmarkt als Lichtblick

Trotz des kurzfristigen Gegenwinds kommen heute auch positivere Impulse aus dem Marktumfeld. Neue Analysen zum Segment „Payment Card Issuance Software“ zeichnen ein deutliches Wachstumsszenario.

Die Kerndaten:
– Marktvolumen 2024: 1,86 Mrd. US‑Dollar
– Prognose 2029: 3,18 Mrd. US‑Dollar
– Treiber: fortschreitende Digitalisierung, virtuelle Karten, Cloud-Lösungen

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Diese Trends decken sich mit strategischen Schwerpunkten von PayPal im Digital- und Cloud-Bereich. Deutsche Finanzmedien wie Der Aktionär bezeichnen die aktuelle Markteinschätzung deshalb als „hoffnungsvolle“ Entwicklung für das künftige Umfeld, auch wenn sich dies heute noch nicht im Kurs widerspiegelt.

Analystenstimmung: Herabstufungen belasten

Die heutige Schwächephase knüpft an die negative Stimmung vom Ende der Vorwoche an. Kurz vor dem langen Wochenende hatten mehrere große Adressen ihre Einschätzungen eingetrübt.

  • Stephens bestätigte zwar das „Hold“-Rating, senkte aber das Kursziel deutlich von 75 auf 65 US‑Dollar (16. Januar).
  • Piper Sandler reduzierte seine Erwartungen (Details wurden nicht veröffentlicht).
  • Raymond James kappte die Prognose für das Wachstum des „branded payment volume“ im vierten Quartal 2025 um 300 Basispunkte auf nur noch 2 %.

Begründet wurden die Zurückhaltungen vor allem mit einem schwierigeren makroökonomischen Umfeld und langsamer als erhofft umgesetzten Produkteinführungen. Diese Skepsis überlagert derzeit positive Fundamentaldaten aus dem Vorjahr, darunter eine operative Marge von 19,2 % und wiederholte Gewinnübertreffungen im Jahresverlauf 2025.

Ausblick: Quartalszahlen und technische Marken im Fokus

Der nächste zentrale Termin ist der Q4‑2025‑Bericht, der am 3. Februar 2026 ansteht. Der aktuelle Marktkonsens erwartet für das Gesamtjahr 2025 einen Gewinn je Aktie von 5,36 US‑Dollar. Die Veröffentlichung dürfte entscheidend dafür werden, ob PayPal den Eindruck eines nachlassenden Wachstums zumindest teilweise korrigieren kann.

Mit Wiedereröffnung der US-Märkte morgen richtet sich der Blick darauf, ob die schwache Entwicklung aus dem europäischen Handel auf die Nasdaq übergreift. Die Aktie notiert in der Nähe ihrer 52‑Wochen‑Tiefs, wobei diese Zone als psychologisch wichtige Unterstützung gilt und kurzfristig richtungsweisend sein kann.

Das makroökonomische Umfeld zeigt ein gemischtes Bild: Goldman Sachs sieht das Risiko einer US‑Rezession inzwischen nur noch bei 20 %, gleichzeitig sorgen globale Handelsspannungen und Schlagzeilen rund um den sogenannten „Grönland-Streit“ für zusätzliche Unsicherheit, die insbesondere Technologie- und Zahlungswerte volatil halten kann.

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