PayPal rückt wieder in den Mittelpunkt – und diesmal geht es nicht nur um Zahlen. Ein Bloomberg-Bericht bringt Stripe als möglichen Käufer ins Spiel, zumindest für Teile des Konzerns. Gleichzeitig steht ein Chefwechsel vor der Tür, der die strategische Richtung neu sortieren könnte.
Stripe prüft Optionen
Laut Bloomberg bewertet der privat geführte Zahlungsdienstleister Stripe eine mögliche Übernahme von PayPal – entweder komplett oder in Teilen. Offiziell bestätigt ist nichts, die Gespräche gelten als sehr früh. Trotzdem zeigt die Meldung, wie sensibel der Markt auf jede Perspektive reagiert, die über das aktuelle Tagesgeschäft hinausweist.
Analysten sehen in dem Interesse vor allem einen Hinweis auf den „Substanzwert“: PayPals Nutzerbasis, die Händlerbeziehungen und die globale Infrastruktur bleiben attraktiv – auch wenn das operative Momentum zuletzt nachließ.
Warum der Markt so empfänglich ist
Der Übernahmefunke fällt in eine Phase, in der PayPal ohnehin unter Beobachtung steht. Nach dem letzten Quartalsbericht war die Stimmung angeschlagen: Der Umsatz im vierten Quartal lag laut Bericht rund 100 Millionen Dollar unter der Markterwartung von 8,78 Milliarden Dollar. Auch der Gewinn je Aktie verfehlte den Konsens um sechs Cent. Solche Abweichungen sind zwar nicht existenzbedrohend, aber sie nähren Zweifel, ob das Wachstum im Kerngeschäft schnell genug zurückkommt.
Das spiegelt sich auch im Kursbild: Nach einer Erholung in den vergangenen sieben Tagen (+10,63%) liegt die Aktie auf 12-Monats-Sicht weiter klar im Minus (-42,48%).
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Stablecoin-Ausbau und Chefwechsel
Parallel zur M&A-Fantasie treibt PayPal sein Krypto-Ökosystem weiter voran. Am Freitag stellten MoonPay und M0 mit PYUSDx ein Framework vor, mit dem Entwickler anwendungsspezifische Stablecoins auf Basis von PayPal USD ausgeben können. Das passt zur Strategie, den eigenen Stablecoin stärker in der digitalen Asset-Welt zu verankern.
Am Samstag bekommt das Ganze zusätzlich eine neue Führungsebene: Enrique Lores übernimmt am 1. März 2026 offiziell als CEO und folgt auf Alex Chriss, der nach zweieinhalb Jahren abtritt. Der Zeitpunkt ist heikel, weil der Wettbewerb im Zahlungsmarkt zunimmt und das Wachstum im „Branded Checkout“-Geschäft langsamer wird. Hinzu kommt rechtlicher Gegenwind: Eine neue Klage wirft dem Unternehmen vor, Anleger über die Verfassung des Checkout-Geschäfts und die Wachstumsziele für 2027 getäuscht zu haben.
In den nächsten Tagen steht PayPal damit gleich doppelt unter Zugzwang: Der neue CEO muss operativ Vertrauen zurückgewinnen – während die Übernahmespekulationen im Hintergrund weiter die Erwartungen im Markt prägen.
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