PayPal setzt in dieser Woche gleich mehrere Signale: Ein prominenter Neuzugang im Aufsichtsrat, Venmos erster globaler Auftritt und ein wachsender Stablecoin-Rollout. Das Unternehmen stemmt sich damit gegen erheblichen Gegenwind — nach einem verfehlten Quartalsbericht und einem überraschenden CEO-Wechsel Anfang Februar steht die Aktie seit sechs Monaten deutlich unter Druck.
Erfahrene Zahlungsexpertin stärkt das Board
Am Mittwoch gab PayPal die Berufung von Alyssa Henry in den Aufsichtsrat bekannt. Henry war zuletzt CEO des Square-Geschäfts bei Block und davor in leitenden Positionen bei Amazon Web Services tätig. Sie bringt mehr als drei Jahrzehnte Erfahrung in der Skalierung globaler Handels- und Zahlungsplattformen mit — ein Profil, das gezielt auf PayPals Händler- und Plattformstrategie ausgerichtet ist.
Gleichzeitig scheidet Gail J. McGovern aus, die dem Board seit 2015 angehörte. Ann Sarnoff übernimmt nach der Hauptversammlung im Mai 2026 den Vorsitz des Corporate Governance and Nominating Committee. Mit Henry zählt der Aufsichtsrat künftig zwölf Mitglieder, elf davon unabhängig.
Venmo geht global — mit großen Ambitionen
Parallel dazu hat PayPal Venmo erstmals für internationale Transaktionen geöffnet. Nutzer können nun Geld mit Kontakten in 90 Märkten austauschen — allein über eine Telefonnummer, ohne Bankdaten oder Routing-Nummern. PayPal beziffert das dadurch erschlossene Nutzerpotenzial auf 200 Millionen zusätzliche Personen.
Bis Ende August verzichtet Venmo auf internationale Gebühren. Damit tritt PayPal in einem Markt an, der 2024 ein Volumen von 40 Billionen US-Dollar im grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr erreichte und bis 2032 auf über 62 Billionen Dollar anwachsen soll. Konkurrenten wie Western Union, Wise und Remitly sind in diesem Segment bereits etabliert.
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Ergänzt wird die Venmo-Expansion durch den Mitte März angekündigten Rollout des Stablecoins PayPal USD (PYUSD) in 70 Märkten weltweit — von Asien-Pazifik über Europa bis Lateinamerika.
Skepsis bleibt
Die strategischen Schritte kommen zu einem Zeitpunkt, an dem die Aktie seit einem halben Jahr rund 33 Prozent verloren hat. BTIG-Analyst Andrew Harte kommentierte die Lage nüchtern: Die Investitionen in Bereiche wie Agentic Commerce und Buy-Now-Pay-Later seien zwar richtig, ein messbarer Return on Investment sei jedoch frühestens im Geschäftsjahr 2027 zu erwarten.
Unter dem neuen CEO Enrique Lores läuft die Uhr. Ob Produkte wie PYUSD und das globale Venmo-Netzwerk schnell genug Traktion gewinnen, um das Vertrauen der Anleger zurückzugewinnen, wird sich spätestens mit den nächsten Quartalszahlen zeigen — und daran, ob die Nutzerzahlen die strategischen Versprechen dieser Woche einlösen.
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