PayPal steht vor einer richtungsweisenden Woche. Am Montag legt der Zahlungsdienstleister die Quartalszahlen vor – und die Erwartungen sind gedämpft. Gleichzeitig treibt das Unternehmen mit einer Übernahme seine KI-Strategie voran. Kann die neue Technologie den zuletzt schwächelnden Konzern wieder in die Spur bringen?
Bilanz am Montag
Am 3. Februar um 14:00 Uhr MEZ veröffentlicht PayPal die Ergebnisse für das vierte Quartal 2025. Das Management hatte im Vorfeld einen bereinigten Gewinn je Aktie zwischen 1,27 und 1,31 US-Dollar in Aussicht gestellt. Bei der Transaktionsmarge rechnet der Konzern mit 4,02 bis 4,12 Milliarden Dollar.
Besonders im Fokus stehen die Entwicklung des Markengeschäfts, die Nutzeraktivität und das Wachstum im Segment „Jetzt kaufen, später zahlen“. Letzteres zeigte in den vorangegangenen Quartalen Momentum – ob der Trend anhält, wird sich zeigen.
Cymbio-Übernahme für KI-Commerce
Mitte Januar gab PayPal die geplante Übernahme der israelischen Plattform Cymbio bekannt. Das Unternehmen aus Tel Aviv ermöglicht Händlern den Verkauf über KI-gesteuerte Kanäle wie Microsoft Copilot und Perplexity. Der Deal soll in der ersten Jahreshälfte 2026 abgeschlossen werden, finanzielle Details nannte PayPal nicht.
Die Technologie von Cymbio wird PayPals Store-Sync-Dienst antreiben. Dieser macht Produktkataloge in KI-Anwendungen auffindbar. Marken wie Abercrombie & Fitch, Fabletics und Ashley Furniture nutzen den Service bereits. Das 2015 gegründete Start-up hatte zuvor 35 Millionen Dollar eingesammelt – unter anderem von PayPal Ventures.
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Wettbewerbsdruck bleibt hoch
Der Markt für digitale Zahlungen ist hart umkämpft. Apple Pay, Shop Pay, Stripe Link sowie die Kartennetzwerke Visa und Mastercard setzen PayPal zu. Hinzu kommt die wachsende Zahl von Buy-Now-Pay-Later-Anbietern.
Morgan Stanley äußerte sich Ende Januar skeptisch. Die Analysten kritisierten das schleppende Wachstum beim Marken-Checkout und die langsame Migration auf die neue Checkout-Lösung. In rund 15 Monaten wurden lediglich etwa 25 Prozent der Händler auf die verbesserte Variante umgestellt.
Zahlen entscheiden
Die Quartalszahlen am Montag werden zeigen, wie erfolgreich PayPal das Weihnachtsgeschäft gemeistert hat. Mit der Cymbio-Übernahme positioniert sich der Konzern für den KI-gestützten Handel – ob das ausreicht, um den Abwärtstrend zu stoppen, hängt von der Umsetzung ab. Die Guidance für 2026 dürfte dabei mindestens so wichtig sein wie die Rückschau auf das vierte Quartal.
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