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Symbolbild, KI-generiert

PayPal Aktie: Burrys konträre Wette

Der legendäre Investor Michael Burry setzt auf PayPal und sieht eine Fehlbewertung. Gleichzeitig kursieren Spekulationen über aktivistische Investoren, während das Unternehmen fundamentale Herausforderungen meistert.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Michael Burry investiert 3,5% seines Portfolios in PayPal
  • Spekulationen über anonyme Aktivisten-Investoren im Umlauf
  • Unternehmen plant Aktienrückkäufe im Volumen von 6 Mrd. Dollar
  • Aktie notiert deutlich unter Analystenzielen und 52-Wochen-Hoch

Michael Burry ist zurück — und er setzt auf PayPal. Der Investor, der 2008 den Immobilienkollaps voraussah, hat rund 3,5 Prozent seines Portfolios in PayPal-Aktien investiert, Einstiegskurs 49,375 Dollar. Eine Geste, die den Kurs in der vergangenen Woche um über zwölf Prozent nach oben trieb.

Burrys Kernthese ist ungewöhnlich: Der Kursverfall sei kein fundamentales Repricing, sondern ein technisch getriebener Abverkauf. Er beschreibt eine Rückkopplungsschleife, bei der fallende Aktienkurse von Softwareunternehmen Stress im privaten Kreditmarkt verstärkten — was Kurse weiter drückte und eine Fehlbewertung erzeugte. In seinem persönlichen Ranking der Software- und Zahlungsunternehmen steht PayPal ganz oben, knapp vor Fiserv und Adobe. Burry erwartet eine langfristige annualisierte Rendite von über 15 Prozent.

Aktivisten im Hintergrund

Parallel dazu kursieren Spekulationen über aktivistische Investoren. Gordon Haskett verweist auf Auffälligkeiten in der Q1-Meldung von SG Americas, dem Broker-Dealer der Société Générale — ein Muster, das typischerweise auf Swap-Konstrukte hinweist, über die Aktivisten anonym Positionen aufbauen. Der Analyst schreibt, er wäre nicht überrascht, wenn einer der üblichen Verdächtigen PayPal bereits im Visier habe.

Das Unternehmen bietet Angriffsfläche. Im Februar wurde der CEO überraschend ausgetauscht, die Quartalszahlen enttäuschten, und die Mittelfristziele für 2027 wurden zurückgezogen. Berichte über Übernahmeinteresse kamen hinzu.

Fundamentale Schwäche trifft auf Kapitalrückgaben

Die Kurserholung der letzten Wochen ändert nichts am strukturellen Bild. Mit rund 43 Euro liegt die Aktie noch immer fast 36 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch und hat seit Jahresbeginn rund 13 Prozent verloren. Vom Fünfjahreshoch ist der Kurs etwa 83 Prozent entfernt.

Das operative Umfeld bleibt schwierig: Der Gewinn je Aktie dürfte 2026 sinken, das Umsatzwachstum liegt laut Konsensschätzungen bei knapp drei Prozent. Als Gegengewicht plant PayPal Aktienrückkäufe im Volumen von sechs Milliarden Dollar — rund 14 Prozent der aktuellen Marktkapitalisierung. Das stützt den Gewinn je Aktie, auch wenn die Topline stagniert.

Klage und Kursziel

Heute läuft die Frist ab, um in einer laufenden Sammelklage als Hauptkläger aufzutreten. Die Kläger werfen dem Unternehmen vor, irreführende Aussagen über die Leistungsfähigkeit seiner Vertriebsorganisation gemacht zu haben — zu optimistisch, was die Fähigkeit der Mitarbeiter angeht, Kunden zu neuen Produkten zu bewegen.

Mizuho stufte die Aktie zuletzt auf „Neutral“ herab und verwies auf das geplante Super-App-Projekt X Money, das bis zu 600 Millionen Nutzer ansprechen soll. Der durchschnittliche Analystenpreis liegt laut TipRanks bei rund 48 Dollar — also knapp über Burrys Einstiegskurs, aber deutlich über dem aktuellen Niveau. Ob das reicht, um die Skepsis der Sell-Side zu überwinden, wird sich spätestens bei den nächsten Quartalszahlen zeigen.

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