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PayPal Aktie: Berichterstattung aktuell

PayPal übernimmt KI-Spezialisten Cymbio, um im agentic commerce zu wachsen, trotz robuster Quartalszahlen notiert die Aktie nahe ihrem Jahrestief.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Übernahme des KI-Fintech Cymbio aus Israel
  • Aktie verzeichnet deutliche Verluste im Jahresvergleich
  • Solides operatives Wachstum im dritten Quartal 2025
  • Analysten zeigen gemischtes Bild mit reduzierten Kurszielen

PayPal steht operativ solide da, doch an der Börse bleibt die Aktie deutlich zurück. Gleichzeitig drückt der Konzern jetzt beim Thema KI-Commerce aufs Tempo und kauft den israelischen Fintech-Spezialisten Cymbio. Entscheidend ist die Frage, ob diese Strategie reicht, um die schwache Kursentwicklung in Wachstumsaussichten zu drehen.

Cymbio-Deal als Signal für KI-Strategie

PayPal übernimmt Cymbio, eine 2015 gegründete Multi-Channel-Orchestrierungsplattform aus Tel Aviv. Der Abschluss der Transaktion wird im ersten Halbjahr 2026 erwartet, finanzielle Details wurden nicht veröffentlicht.

Kern des Deals ist die Ausrichtung auf sogenanntes „agentic commerce“ – also einkaufsähnliche Prozesse, die von KI-Assistenten gesteuert werden. Ziel ist es, dass künftig zig Millionen Händler über führende KI-Plattformen auffindbar sind. Im Fokus stehen dabei unter anderem:

  • Microsoft Copilot
  • Perplexity
  • ChatGPT
  • Google Gemini

Der Schritt baut auf einer Partnerschaft auf, die PayPal und Cymbio bereits im Oktober 2025 gestartet haben. Gemeinsam wurden damals die „agent ready“- und „Store Sync“-Lösungen entwickelt. Bekannte Marken wie Abercrombie & Fitch, Fabletics, Ashley Furniture, Newegg und Adorama nutzen Store Sync bereits heute auf Microsoft Copilot und Perplexity.

Aktie nahe Jahrestief

An der Börse spiegelt sich die strategische Offensive bislang nicht wider. Die PayPal-Aktie liegt mit einem Schlusskurs von 48,01 Euro per Freitag deutlich unter ihrem 52‑Wochen-Hoch von 86,97 Euro vom Februar 2025 und nur knapp über dem jüngsten 52‑Wochen-Tief von 47,69 Euro. Damit summiert sich das Minus auf rund 20 % in den vergangenen 30 Tagen und rund 44 % auf Sicht von zwölf Monaten.

Der Kurs notiert spürbar unter den 50-, 100- und 200‑Tage-Durchschnitten, während der RSI mit 70,5 auf ein bereits angespanntes kurzfristiges Sentiment hindeutet.

Fundamentale Lage bleibt robust

Auf operativer Ebene zeigt PayPal bislang ein deutlich stabileres Bild als der Kurs vermuten lässt. Im dritten Quartal 2025 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 8,4 Milliarden US‑Dollar, ein Plus von 7 % im Jahresvergleich.

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Noch deutlicher fiel der Ergebniszuwachs aus:
– GAAP-Nettoergebnis: 1,24 Milliarden US‑Dollar, +24 % gegenüber dem Vorjahr
– GAAP-Operative Marge: 18,1 %, was auf konsequente Kostendisziplin schließen lässt

Bewertungstechnisch wird die Aktie aktuell mit etwa dem 10‑fachen der erwarteten Gewinne gehandelt. Der Analystenkonsens geht für 2026 von einem Gewinn je Aktie (EPS) von 5,81 US‑Dollar aus, was einem erwarteten Gewinnwachstum von rund 9 % entspricht.

Analysten uneins

An der Wall Street sorgt diese Kombination aus schwachem Kurs und soliden Fundamentaldaten für ein gemischtes Bild. Jüngste Einschätzungen zeigen eher vorsichtigen Optimismus mit reduzierten Kurszielen:

  • Jefferies Financial Group: Rating „Hold“ bekräftigt (7. Januar)
  • Robert W. Baird: „Neutral“, Kursziel von 83 auf 66 US‑Dollar gesenkt (12. Dezember)
  • Susquehanna: „Positive“, Kursziel von 94 auf 90 US‑Dollar reduziert (8. Januar)
  • Piper Sandler: „Neutral“, Ziel von 76 auf 74 US‑Dollar gekürzt (14. Januar)

In Summe sprechen zwölf Analysten eine Kaufempfehlung aus, 24 raten zum Halten und vier stufen die Aktie mit „Sell“ ein. Eine klare Mehrheitsmeinung im Sinne einer starken Kauf- oder Verkaufsthese gibt es damit nicht.

Positionierung im KI-Commerce

Strategisch will sich PayPal mit der Cymbio-Übernahme an der Schnittstelle von Zahlungen und KI-getriebenem Handel positionieren. Herzstück ist der Dienst „Store Sync“. Er ermöglicht es Händlern, ihre Produktdaten so aufzubereiten, dass sie in KI-Kanälen gefunden werden – bei gleichzeitigem Erhalt der direkten Kundenbeziehung und der Kontrolle über die eigene Marke.

Laut Michelle Gill, Executive Vice President bei PayPal, soll Cymbios Technologie die Fähigkeiten im Bereich agentic commerce deutlich stärken und die Anbindung weiterer Händler beschleunigen. Nach der Integration in Microsoft Copilot und Perplexity ist die Ausweitung auf OpenAIs ChatGPT sowie Googles Gemini-App und AI Mode bereits angekündigt.

Damit verknüpft PayPal sein klassisches Zahlungsmodell mit aufkommenden KI-Einkaufsumgebungen – ein Ansatz, der bei erfolgreicher Umsetzung neue Umsatzkanäle eröffnen und mittelfristig auch die aktuell schwache Kursentwicklung relativieren könnte.

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Eduard Altmann

Eduard Altmann ist Finanzexperte mit über 25 Jahren Erfahrung an den globalen Finanzmärkten. Als Analyst und Autor beim VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft spezialisiert er sich auf Aktienmärkte, Gold, Silber, Rohstoffe und den Euro.

Altmann ist überzeugter Verfechter des Value-Investing und identifiziert unterbewertete Unternehmen mit hohem Wachstumspotenzial. Sein Börsendienst "Megatrend-Depot" vermittelt praxisnahe Strategien erfolgreicher Value-Investoren. Mit seinem Motto "Manage dein Vermögen selbst" inspiriert er Anleger zur eigenverantwortlichen Vermögensverwaltung.

Seine Analysen basieren auf der fortschrittlichen Gann-Strategie, die präzise Vorhersagen für Rohstoffmärkte ermöglicht. Diese technische Analysemethode kombiniert historische Daten mit Zyklusanalysen und macht seine Marktprognosen besonders treffsicher.

Durch zahlreiche Publikationen und verständliche Erklärungen komplexer Finanzthemen unterstützt Altmann sowohl Einsteiger als auch erfahrene Investoren bei fundierten Anlageentscheidungen. Seine Arbeit verbindet theoretische Expertise mit praktischen Empfehlungen für den strategischen Vermögensaufbau.

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