PayPal steht unter massivem Druck. Die Aktie ist innerhalb eines Jahres um 36,48 Prozent eingebrochen und notiert aktuell bei rund 55 US-Dollar – dem tiefsten Stand seit Jahren. Kurz vor den Q4-Zahlen Anfang Februar überschlagen sich die Herabstufungen, und Analysten zweifeln am Wachstumskurs des Zahlungsdienstleisters.
Reihenweise Herabstufungen
In den vergangenen Wochen haben gleich mehrere Investmentbanken ihre Einschätzung zu PayPal gesenkt:
- Daiwa Capital Markets stufte am 13. Januar von „Outperform“ auf „Neutral“ herab und kappte das Kursziel von 77 auf 61 US-Dollar. Begründung: Marktanteilsverluste und schwächelndes Wachstum im Branded-Checkout-Geschäft.
- Goldman Sachs reduzierte das Kursziel am 6. Januar von 72 auf 65 US-Dollar bei einem „Sell“-Rating.
- Monness Crespi & Hardt nahm die Kaufempfehlung am 5. Januar zurück und wechselte auf „Neutral“ – die Gewinnschätzungen für 2026 seien noch zu optimistisch.
- Bank of America vollzog bereits im Dezember die Kehrtwende von „Buy“ auf „Neutral“ und senkte das Kursziel drastisch von 93 auf 68 US-Dollar.
Das Konsensrating von 43 Analysten steht mittlerweile bei „Hold“. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei etwa 75,84 US-Dollar – immerhin noch 38 Prozent über dem aktuellen Niveau.
Was die Skeptiker umtreibt
Die Kritikpunkte der Analysten zielen auf fundamentale Probleme:
- Verschärfter Wettbewerb durch Apple Pay und Google Pay
- Sinkende Margen aufgrund fallender Transaktionsgebühren
- Stagnierende Nutzerzahlen bei 438 Millionen aktiven Konten
- Einstelliges Wachstum im Zahlungsvolumen
Besonders das Branded-Checkout-Geschäft – also Zahlungen über die PayPal-Plattform selbst – schwächelt seit September 2025. Daiwa sieht hier einen strukturellen Rückgang, der sich kurzfristig nicht umkehren lässt.
Quartalsberichte am 2. Februar
PayPal wird am 2. oder 3. Februar die Q4-Zahlen vorlegen. Das Unternehmen erwartet einen bereinigten Gewinn je Aktie von 1,27 bis 1,31 US-Dollar, was einem Wachstum von 7 bis 10 Prozent entspräche. Für das Gesamtjahr 2025 liegt die Prognose bei 5,35 bis 5,39 US-Dollar je Aktie.
In den vergangenen Quartalen hatte PayPal die Erwartungen stets übertroffen – zuletzt mit einem Umsatz von 8,42 Milliarden US-Dollar gegenüber erwarteten 8,21 Milliarden. Dennoch fragen sich Anleger, ob die strategischen Initiativen wie die Fastlane-Checkout-Lösung oder die Monetarisierung von Venmo ausreichen, um das Ruder herumzureißen.
Bewertung: Günstig oder gefährlich?
Mit einem KGV von rund 11 und einer PEG-Ratio von 0,71 wirkt PayPal auf dem Papier unterbewertet. Einige Bewertungsmodelle sehen faire Werte zwischen 102 und 133 US-Dollar. Doch diese Rechnung geht nur auf, wenn PayPal sein Wachstum wieder beschleunigt – wovon die jüngsten Herabstufungen nicht ausgehen.
Die Q4-Zahlen Anfang Februar werden zeigen, ob das Management die Erwartungen dämpfen oder mit überraschend starken Transaktionszahlen kontern kann.
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