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PayPal Aktie: Absturz mit Ansage

PayPal verfehlt Umsatzerwartungen, streicht Finanzziele und verliert den Platz im S&P 100. Der neue CEO steht vor der Herausforderung, das stagnierende Kerngeschäft zu beleben.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Umsatz und Wachstum im Kerngeschäft enttäuschen
  • Führungswechsel nach nur zweieinhalb Jahren
  • Rauswurf aus dem S&P 100 Index bevorstehend
  • Analystenmehrheit empfiehlt Halten oder Verkaufen

Von Platzhirsch zum Problemfall – der Niedergang der PayPal-Aktie liest sich wie ein Lehrstück darüber, was passiert, wenn ein Unternehmen zu lange auf seinen Lorbeeren ausruht. Seit Jahresbeginn 2026 hat der Kurs fast ein Viertel seines Wertes eingebüßt. Und es gibt gute Gründe, warum das kein vorübergehendes Tief sein könnte.

Quartalszahlen als Dammbruch

Der Auslöser war der Bericht zum vierten Quartal 2025, veröffentlicht Anfang Februar. Der Umsatz erreichte 8,7 Milliarden Dollar und verfehlte die Analystenerwartungen. Noch schwerer wog, dass das Wachstum im sogenannten Branded-Checkout – dem Kerngeschäft – auf gerade einmal 1 Prozent zusammenschrumpfte. Gleichzeitig strich das Unternehmen sämtliche langfristigen Finanzziele für 2027, ohne Ersatz zu liefern. Keine neue Orientierung, kein Plan B. Die Börse quittierte das mit einem Kurseinbruch von über 20 Prozent an einem einzigen Handelstag.

Was folgte, verschärfte die Lage weiter. Zum 1. März 2026 übernahm ein neuer CEO die Führung – sein Vorgänger musste nach nur zweieinhalb Jahren abtreten. Solche abrupten Führungswechsel signalisieren selten Aufbruchstimmung. Parallel dazu formierten sich in den USA mehrere Sammelklagen mit dem Vorwurf, das frühere Management habe Wachstumsaussichten geschönt und die zunehmende Konkurrenz bewusst heruntergespielt.

Aus dem S&P 100 geflogen

Zum 23. März steht der Rauswurf aus dem S&P 100 bevor. Das bedeutet konkreten Verkaufsdruck: Indexfonds, die diesen Index abbilden, müssen ihre Positionen zwangsläufig abbauen. Ein technischer, aber wirkungsvoller Hebel nach unten.

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Charttechnisch notiert die Aktie derzeit um die 45 Dollar – knapp über einem kritischen Bereich. Das 52-Wochen-Tief von 38,46 Dollar, markiert am 13. Februar, liegt nicht weit entfernt. Die seitdem einsetzende Erholung wirkt wenig überzeugend. Erfahrene Marktteilnehmer nutzen solche Gegenbewegungen typischerweise eher zum Abbau von Positionen. Hält die 40-Dollar-Marke nicht dauerhaft, gibt es bis zur nächsten relevanten Unterstützungszone bei 27 bis 28 Dollar kaum nennenswerte Haltelinien.

Kein Funken Aufbruch in Sicht

Fundamental fehlt der entscheidende Wachstumstreiber. Der Gewinn je Aktie lag 2025 bei 5,41 Dollar – solide, aber ohne Wachstumsperspektive verliert ein Technologiewert seinen wichtigsten Bewertungsanker. Von 34 Analysten empfehlen derzeit lediglich 5 den Kauf der Aktie, 25 plädieren für Halten, 4 für Verkauf. Das durchschnittliche Kursziel liegt knapp über 50 Dollar – kein Signal für eine kraftvolle Erholung.

Langfristige Optionen wie eine Partnerschaft mit OpenAI oder der unternehmenseigene Stablecoin PYUSD mögen interessant klingen, sind aber keine kurzfristigen Kurstreiber. Der neue CEO muss erst Vertrauen aufbauen – und das braucht Zeit, die der Kurs möglicherweise nicht hat. Während andere Zahlungsdienstleister wie Ripple mittlerweile mit einer Unternehmensbewertung von rund 50 Milliarden Dollar sogar die PayPal-Marktkapitalisierung von aktuell 41,9 Milliarden Dollar übertreffen, wirkt das einst dominierende Fintech-Urgestein zunehmend wie ein Relikt vergangener Stärke.

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