Starke Partnerschaft, schwache Zahlen — bei PayPal laufen gerade zwei gegensätzliche Signale parallel. Während der Konzern einen prominenten NFL-Deal verkündet, ziehen institutionelle Investoren spürbar Kapital ab.
Institutionelle Verkäufe häufen sich
AE Wealth Management hat seine PayPal-Position im vierten Quartal 2025 um knapp 47 Prozent reduziert. Der Vermögensverwalter trennte sich von rund 26.000 Aktien. Damit ist er nicht allein: Insider verkauften zuletzt insgesamt knapp 88.000 Aktien im Wert von rund 3,8 Millionen Dollar. Darunter Suzan Kereere mit über 37.000 Aktien und Chief Accounting Officer Chris Natali mit gut 2.200 Aktien.
Hintergrund ist ein enttäuschendes Quartalsergebnis. Der Gewinn je Aktie lag bei 1,23 Dollar — Analysten hatten 1,29 Dollar erwartet. Der Umsatz von 8,68 Milliarden Dollar verfehlte die Schätzungen ebenfalls. Die Aktie notiert aktuell bei 43,50 Euro, rund 35 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 67,50 Euro. Seit Jahresbeginn hat das Papier über zwölf Prozent verloren.
NFL-Partnerschaft als strategisches Signal
Auf der anderen Seite steht ein echter Marketingcoup. Die NFL hat PayPal als offiziellen P2P-Zahlungspartner für mehrere Jahre unter Vertrag genommen. Der Deal sichert PayPal exklusive Werberechte im NFL-Ökosystem — inklusive Ticket-Verlosungen und Fan-Aktionen.
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Die NFL teilt ihre Finanzpartnerschaften künftig bewusst auf. American Express übernimmt ab 2026 die Rolle des offiziellen Zahlungspartners und löst damit Visa nach 30 Jahren ab. PayPal besetzt das P2P-Segment. Diese Spezialisierung passt zur jüngsten Kooperation mit dem FC Liverpool — der Konzern setzt gezielt auf Sport als Wachstumskanal.
Zwischen Erholung und Gegenwind
Der Kurs hat sich vom Februar-Tief bei 32,93 Euro deutlich erholt — ein Plus von über 32 Prozent seitdem. Der 50-Tage-Durchschnitt liegt bei 38,78 Euro, den die Aktie inzwischen klar überwunden hat. Analysten bleiben trotzdem vorsichtig: Das durchschnittliche Kursziel liegt bei umgerechnet rund 56 Dollar, das Konsensrating lautet „Hold“.
PayPal zahlt eine Quartalsdividende von 0,14 Dollar je Aktie — ein bescheidenes Signal an Aktionäre, die auf mehr warten. Ob die NFL-Partnerschaft und ähnliche Sportkooperationen die Nutzerbasis tatsächlich ausbauen, zeigt sich spätestens mit den nächsten Quartalszahlen im Sommer.
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